LH Haider startet Aktion "Mütterpension"

150 Euro-Auszahlung an unversorgte Mütter beginnt am kommenden Samstag - Kärnten setzt neuen familienpolitischen Schwerpunkt

Klagenfurt (LPD) - Landeshauptmann Jörg Haider hat heute,
Dienstag, die "Mütterpension" präsentiert. Diese Aktion sieht für heuer eine erste finanzielle Leistung in Höhe von 150 Euro an über 60jährige, unversorgte Mütter mit mindestens zwei Kindern vor. Am kommenden Samstag (17. Dezember) wird mit der Auszahlung im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung (von 9 bis 16 Uhr) begonnen. Die Aktion soll bis Ende Februar 2006 dauern, in die Abwicklung sind neben dem Bürgerbüro des Landeshauptmanns auch die Bezirkshauptmannschaften eingebunden.

Es handle sich um einen weiteren Schritt, um unversorgten Frauen zu helfen und damit Armut zu bekämpfen. Die Mütterpension werde nächstes Jahr in die Kärntner Lebenssicherung integriert. Darüber hinaus gehe es um Bewusstseinsbildung im Interesse der Familien und des Generationenvertrages. Neben einem menschlichen Umgang mit der älteren Generation gehe es um einen neuen familienpolitischen Schwerpunkt, der in Kärnten gesetzt werde und darüber hinaus Impulse österreichweit geben möchte, wie dies beispielsweise auch beim Kindergeld der Fall gewesen sei. Künftig müssten die Rahmenbedingungen verbessert werden, um Familie und Beruf besser vereinbaren zu können, sagte Haider und wies auf das Beispiel Frankreich hin, wo dies besser funktioniere und dementsprechend auch die Geburtenrate höher sei.

Es werde auch Verhandlungen mit dem Bund geben, der auch einen Beitrag leisten sollte. Die Mütterpension solle eine Diskussion auslösen, hier gehe es vor allem auch um den Kampf gegen die Armut, unterstrich Haider.

In Kärnten seien an die 11.000 unversorgte Frauen anspruchsberechtigt. Österreichweit seien es 154.000, so Haider, der die Auszahlung mit Mitteln aus seinem Referat vornehmen lassen wird. Die Mütterpension sei ein Dankeschön an alle jene unbedankte Frauen, die mit ihren Kindern einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft geleistet haben.

Wer bekommt die Mütterpension? Anspruchsberechtigt sind jene Kärntner Mütter, die das 60. Lebensjahr vollendet und mindestes zwei eigene Kinder haben und keine eigene Pension beziehen.Das Einkommen des Ehemanns darf für den Bezug 1.500 Euro brutto nicht überschreiten. Anspruchsberechtigt sind auch Bezieherinnen einer Witwenpension, wenn diese unter 663 Euro (Ausgleichszulagenrichtsatz) liegt.

Was ist für die Mütterpension mitzubringen? Notwendig sind ein Lichtbildausweis, ein Meldezettel, Geburtsurkunden der Kinder, gegebenenfalls Pensionsnachweis oder Einkommensnachweis des Ehemanns aus den vergangenen zwei Jahren, gegebenenfalls der vom Gericht festgelegte monatliche Unterhalt sowie eine Bestätigung des Sozialhilfe-Bezugs. Witwenpensionistinnen sollen den Pensionnachweis aus dem letzten oder vorletzten Jahre mitbringen. Wer die Mütterpension für eine anspruchsberechtigte Mutter abholen will, muss neben den Unterlagen auch eine Vollmachtserklärung mitbringen.

Ansprechpartner ist das Bürgerbüro des Landeshauptmanns (Arnulfplatz 1, 9020 Klagenfurt). Hotline: 0800 - 201 210. Die Auszahlungstermine an den Bezirkshauptmannschaften vor Weihnachten werden gesondert bekanntgegeben.

(Zu dieser Presseaussendung stehen honorarfreie Fotos in Druckqualität sowie ein O-Ton von LH Haider auf www.ktn.gv.at (Slideshow beim entsprechenden Artikel) zum Download zur Verfügung. Fotohinweis: LPD/fritzpress)
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