Weninger: 70 Millionen Euro für Universitäts-, Technologie- und Forschungszentrum

Großprojekte ersetzen nicht notwendige Maßnahmen für zusätzliche Arbeitplätze und Konjunkturbelebung

St. Pölten, (SPI) - "Die Partner sind sich einig - nun sollen die nächsten Schritte gesetzt werden. Auf der Tagesordnung der kommenden Sitzung am Donnerstag wird der Niederösterreichische Landtag über eines der größten Technologie- und Forschungsprojekte der jüngsten Geschichte beraten. Nach dem Willen der Universität für Bodenkultur (BOKU) Wien, des Austrian Research Centers GmbH, des Landes NÖ und der Stadt Tulln soll bis Ende 2009 mit einem Investitionsaufwand von rd. 70 Millionen Euro ein Universitäts- und Forschungszentrum entstehen", so der Wirtschaftssprecher der NÖ Sozialdemokraten, Klubobmann LAbg. Hannes Weninger. In Tulln existiert bereits das Interuniversitäre Department für Agrarbiotechnologie (IFA) der BOKU mit rund 100 Mitarbeitern. Nun sollen das Department für Angewandte Pflanzenwissenschaften und Pflanzenbiotechnologie sowie die Vorziehprofessuren für Naturfaserwerkstoffe und für Holz-, Zellstoff-und Faserchemie übersiedeln, insgesamt sollen am Standort Tulln 250 bis 300 Wissenschafter tätig sein.****

So positiv diese Großinvestition für unser Bundesland auch ist, es ändert nichts an der traurigen Tatsache, dass es immer mehr Menschen gibt, die in unserem Land einen Job suchen. 40.718 Menschen waren mit Ende November 2005 in Niederösterreich arbeitslos. Auch wenn sich das Land Niederösterreich bemüht, "Machbares" im Bereich Beschäftigungs-und Wirtschaftsimpulse zu tätigen, so ist es doch vor allem die Untätigkeit des Bundes, welche die Arbeitslosenzahlen nach oben schraubt. "Vorzeigeprojekte sind wichtig und bieten auch viele positive Synergien mit Unternehmen, mit Schulen, Universitäten und anderen Einrichtungen. Was aber großflächig in Niederösterreich fehlt sind Investitionsanreize für Unternehmen sowie spezielle Förderungen für klein- und mittelständische Unternehmen. Gerade diese kleineren Wirtschaftsbetriebe sind es, die die große Mehrzahl an Arbeitplätzen stellen und sicher auch zusätzliche schaffen könnten. Leider wird hier Niederösterreich - wie auch andere Bundesländer -seit Jahren allein gelassen", fordert Weninger konjunkturbelebende Maßnahmen von der Bundesregierung ein.
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