Binder-Maier: Frauenarmut durch Beschäftigung nachhaltig bekämpfen

Wien (SK) - "Ziel insgesamt muss sein, die Frauenbeschäftigung zu heben, damit Frauenarmut zu bekämpfen und dadurch die Einkommensunterschiede von Frauen und Männern eindeutig auszugleichen", unterstrich SPÖ-Abgeordnete Gabriele Binder-Maier am Dienstag im Rahmen einer Dringlichen im Nationalrat. Binder-Maier nannte drei konkrete Maßnahmen, die einen ersten Schritt darstellen:
Ausreichend und leistbare Kinderbetreuungsplätze, die Neustrukturierung des Kindergeldes und die Einführung des Vater-Monats. "Frauen wollen und dürfen beides, Familie und Beruf vereinbaren, deswegen volle Unterstützung für den Antrag der Grünen", so Binder-Maier. ****

Binder-Maier forderte die Schaffung von ausreichend und leistbaren Kinderbetreuungseinrichtungen. "Die zusätzlichen positiven Effekte sind die Schaffung bundeseinheitlicher Qualitätskriterien, der Rechtsanspruch für Kinder und Eltern kann eingefordert werden und es werden gemeindeübergreifende Projekte, vor allem im ländlichen Raum, forciert", so Binder-Maier, die außerdem auf die zusätzlichen Arbeitsplätze verwies. Zur Umsetzung müsse den Ländern und Gemeinden in finanzieller Sicht unter die Arme gegriffen werden, machte Binder-Maier klar.

"Eine weitere Maßnahme muss die Neustrukturierung des Kindergeldes sein", sagte Binder-Maier. Das derzeitige sei nicht zufrieden stellend und beinhalte oft unüberwindbare Hürden für die Frauen. Die konkreten Vorschläge der SPÖ für die Frauen: Früherer Wiedereinstieg soll sich auszahlen, es gilt die Formel, je kürzer die Karenz, desto höher das Karenzgeld, das Recht auf ein halbes Jahr mehr beim Kind, wenn sich die Eltern die Zeit teilen, u.v.m. "Das Karenzgeld ist keine Sozialleistung, sondern ein Einkommensersatz", machte Binder-Maier klar. Ein weiterer Schritt müsse das einkommensabhängige Kindergeld sein, so Binder-Maier, die außerdem den Vatermonat forderte. (Schluss) sk

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