Stadlbauer: 150.000 arbeitslose Frauen - und Rauch-Kallat ist "stolz darauf"

SPÖ will Einkommensschere um drei Prozent schließen

Wien (SK) - "Wir stehen auf Seite der Frauen und dafür, dass wir die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen in den nächsten fünf Jahren um drei Prozent schließen", betonte SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer im Zuge einer Dringlichen am Dienstag im Nationalrat. Angesichts von Kallats "Einfallslosigkeit" brauche es offenbar "Nachhilfe" von Seiten der SPÖ in Sachen Frauenförderung, so Stadlbauer mit Blick auf die guten SPÖ-Vorschläge, wie: Einrichtung eines Bundesfrauen-Förderungsfonds, flächendeckende Kinderbetreuung, Ganztagsschulen, verpflichtende Frauenförderpläne und die Einrichtung von mehr Vollzeitarbeitsplätzen für Frauen. Angesichts der "dramatischen Situation von 150.000 arbeitslosen Frauen" stelle sich Ministerin Rauch-Kallat hin und sage, dass sie "stolz darauf" sei, kritisierte Stadlbauer. ****

Noch im Mai dieses Jahres habe Kallat gemeint, dass es "unseriös sei, von einem dramatischen Ansteigen der Frauenarbeitslosigkeit zu sprechen", übte die SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin harsche Kritik. Auch die "Beschäftigungsquote wächst nur aufgrund von sehr zweifelhaften Statistiken", so Stadlbauer mit Hinweis darauf, dass Österreich in Sachen Frauenförderung und Fraueneinkommen in allen Studien und Rankings "weit hinten liegt". Doch auch hier reagierten die Regierungsparteien nur mit einer "Vertuschungs-Strategie", kritisierte Stadlbauer. Das sei "grob fahrlässig" gegenüber Österreichs Frauen, die arbeitslos seien oder nur über ein geringes Einkommen oder eine ungenügende Pension verfügen. Es sei aber auch grob fahrlässig gegenüber jenen Frauen, die für "die gleiche oder gar bessere Arbeit um mindestens 30 bis 40 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen verdienen".

Die SPÖ verfüge über gute Konzepte, so Stadlbauer etwa mit Hinweis auf die Einrichtung eines Bundesfrauen-Förderungsfonds, der die Neuorientierung und Qualifizierung von Frauen in Beschäftigung und beim Arbeits-Wiedereinstieg gewährleiste. Darüber hinaus sei bei öffentlichen Auftragsvergaben darauf zu achten, dass es hier zu einer Schwerpunktsetzung auf Frauenbeschäftigung komme, forderte Stadlbauer und kritisierte abschließend, dass durch die Regierungspolitik "immer mehr Frauen in Teilzeit gedrängt werden". (Schluss) mb

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