Resolution gegen Strompreiserhöhung

LH Haider: Kelag riskiert durch falsche Preispolitik den Verlust des Marktes Klagenfurt

Klagenfurt (LPD) - Eine einstimmige Resolution gegen die geplante Strompreiserhöhung der Kelag um 3,9 Prozent wurde heute, Dienstag, in der Sitzung der Kärntner Landesregierung beschlossen, berichtete Wirtschaftsreferent LH Jörg Haider im anschließenden Pressefoyer. Die Kelag werde mit dieser falschen Preispolitik den Hauptanteil ihrer Kunden, die Stadt Klagenfurt, verlieren, da der Verbund bei den Klagenfurter Stadtwerken einsteigen werde, so der Landeshauptmann.

Haider verwies auf die sinkenden Strombeschaffungskosten und Gewinne der Kelag aus dem Stromhandel: "Die Kelag hat einen guten Polster und soll ein attraktives Angebot machen." Es gehe schließlich um den Markt in Klagenfurt, der rund 60 bis 70.000 Haushalte umfasse. Falls sich die Kelag in dieser Hinsicht nicht einsichtig zeige, werde man die Bevölkerung über Alternativen für billigeren Strom aufklären. "So riskiert die Kelag den Verlust eines sehr großen Marktes", warnte Haider.

Zudem würde eine Preiserhöhung mit 1. Jänner 2006 gegen Konsu-mentenschutzrichtlinien verstoßen, betonte Haider: "Diese besagen, dass Kunden über die Erhöhung per Mitteilung informiert werden müssen und danach sechs Wochen Zeit haben, einen alternativen Anbieter zu wählen."

Die Resolution der Kärntner Landesregierung zum Strompreis im Wortlaut:

Die Kärntner Landesregierung spricht sich gegen die geplante Strompreiserhöhung aus, da die Kelag eine erhebliche Steigerung der Bilanzergebnisse von 9 Mio. (2004) auf 23 Mio. (2005) erzielt hat und beim Stromhandel hohe Gewinne durch Verkauf von Spitzenstrom verzeichnen kann. Da nach Informationen des E-Regulators auch die Beschaffungskosten für Strom im Jahr 2006 wieder sinken werden, erscheint es geboten, die geplante Strompreiserhöhung durch die Kelag nochmals zu überdenken. Auch im Interesse des Konsumentenschutzes ist es notwendig, den Haushalten und Gewerbebetrieben ausreichend Zeit für die Entscheidung über alternativen Strombezug zu geben. Der geplante Einstieg des Verbundkonzerns bei der Energiesparte der Stadtwerke Klagenfurt macht es außerdem notwendig, wettbewerbsfähige Strompreise seitens der Kelag anzubieten, um den wichtigen Markt Klagenfurt nicht zu verlieren.
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