Ein Wintermärchen der schamlosen Art - Zuerst zusperren und dann spenden

15 wohnortnahe Kleinschulen wurden vom Schulreferenten zu Beginn des heurigen Schuljahres zugesperrt

Klagenfurt (OTS) - "Es war einmal ein Kärntner Landeshauptmann und vier Zwergschulen. Die Kleinschulen wurden vom Schulreferenten im heurigen Herbst kurzerhand zugesperrt. Einige Tage vor Weihnachten tauchte im tiefverschneiten Ingolsthal "Santa Jörg" auf und versprach den kleinen SchülerInnen demnächst mit Euro 2000 im Sack noch einmal vorbeizuschauen. Und, alle freuten sich. Die Kinder waren aber nicht mehr sooo erstaunt, denn vor einigen Tagen waren bereits BZÖ-Engerln vorbei "geflattert" und ließen 1000 Euro "fallen".

Die Tatsache: 15 wohnortnahe Kleinschulen wurden vom Schulreferenten zu Beginn des heurigen Schuljahres zugesperrt und sechs selbständige Schulen in Exposituren (Außenklassen) umgewandelt.

Eltern und Gemeindevertreter protestierten heftig gegen diese vom BZÖ betriebenen Maßnahmen in den ländlichen Randregionen. Vier Zwergschulen ließen sich die Schließung nicht gefallen; sie meldeten ihre Kinder zum häuslichen Unterricht an, gründeten Privatschulen und stellten geprüfte LehrerInnen an. Die Finanzierung erfolgte durch Elternbeiträge und mühevoll erbettelte Klein- und Großspenden.

Die Schließungen der Kleinschulen gehen auf das Konto des BZÖ. Zahlreiche Demonstrationen gab es dazu vor dem Büro des Landeshauptmannes. Doch es blieb bei den Schließungen.

Im Zuge der Adventkalenderverteilung und die Aktion "Schreib Briefe an das Christkindl" hat der Landeshauptmann auch die ehemalige Schule und jetzige Privatschule Ingolsthal besucht und ihnen eine 2.000 Eurospende in Aussicht gestellt. Knapp über 1.000 Euro hat für die Weiterführung der Schule die BZÖ-Ortsgruppe und die BZÖ-Bezirksvorsitzende Wilma Warmuth gespendet.

"Zuerst zusperren und sich dann als Retter mit einer Spende in Szene zu setzen ist und bleibt schamlos", unterstrich heute der Vizepräsident des Landesschulrates Rudolf Altersberger.

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