Vilimsky zu Seledec: Unglaubliche Vorgänge im ORF-Publikumsrat können nicht ohne Konsequenzen bleiben!

Lindner mit gesamter Causa schwer überfordert

Wien (OTS) - "Fritz Muliar bezeichnet den Chefredakteur des ORF, Seledec, als "Würschtl, das weggehört" und schickt diesem frommen Wunsch, laut APA-Aussendung, noch "drastischere Ausdrücke aus der Fäkalsprache" nach. Muliar, einst ein recht passabler Komödiant und Hans Wurst der zweiten Garnitur, der sich für die Löwinger-Bühne stets zu schade war, aber gerade dorthin am besten gepasst hätte, zeigt nun sein wahres Gesicht in besorgniserregender Weise". Dies stellte heute FPÖ-Bundesrat Harald Vilimsky in einer Reaktion auf die gestrige Sitzung des ORF-Publikumsrates fest. ****

"Bei Muliar handelt es sich um keinen Meinrad, Werner oder Hörbiger, nicht einmal um einen echten Volksschauspieler, der hier sein eigenes Denkmal demontiert. Übertroffen aber wird Muliar von Peter Karner, dem evangelischen Kirchenvertreter, der Seledec als "Charakterschwein" bezeichnet und sich hierbei als solches ausweist, denn er beschimpft Seledec in unflätiger Weise, ohne diesem Gelegenheit gegeben zu haben, seinen Standpunkt darzustellen. Vielleicht ist das auch schon jene Saat des Zorns, die Van der Bellen letzthin streute, als er die Freiheitlichen - und damit alle, die in Verdacht geraten, ihnen nahezustehen - als "Feinde" bezeichnete. Was kommt als nächstes", stellt Vilimsky rhetorisch in den Raum.

"Herr Weißmann wiederum, ratloser Vorsitzender des Publikumsrats, stimmte dem allem "in der Quintessenz" zu und empfahl, einiges von dem Gesagten vorsichtshalber aus dem Protokoll streichen zu lassen. Während Muliar, Zurechnungsfähigkeit vorausgesetzt, und Karner sicher Fälle für den Strafrichter sind - charakterliche Insuffizienz ist noch kein Milderungsgrund - wird man sich im Fall Weißmann fragen müssen, ob hier nicht eine versuchte Fälschung des Protokolls vorliegt. Was nun Frau Lindner angeht, so muß man ihr fairerweise zugestehen, daß sie für den Publikumsrat, die dortigen "Würtscht’ln" und "Charakterschweine" nicht verantwortlich ist. Verantwortlich ist sie aber dafür, daß Seledec sich heute einem maßlosen Kesseltreiben ausgesetzt sieht, war doch sie es, die die Affäre losgetreten hat, spätestens, als sie ihren inferioren "Mahnbrief" an Seledec der Veröffentlichung preisgab. Lindner wird hier ihrer arbeitsrechtlichen Fürsorgepflicht als Vorgesetzte nicht gerecht. Daß der ORF heute das Verlautbarungsorgan der Bundesregierung ist, die Herz-Lungenmaschine des politisch toten Haider spielt, und Rot/Grün gnadenhalber mitpfeifen dürfen, ist das eine. Das andere ist, daß Lindner ihre Führungsaufgabe nicht wahrnimmt. "Weggehören" also nicht nur Muliar, Karner, Weißmann und Co, und zwar spätestens dann, wenn sie wegen Übler Nachrede verurteilt sein werden, sondern auch diese skandalöse, überforderte "Generaldirektorin", so Vilimsky abschließend. (Schluß) jen

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