"Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst" an Herbert Vytiska

Auszeichnung für das Projekt "Schauplatz Eiserner Vorhang"

Wien, 6. Dezember 2005 (ÖVP-PD) Herbert Vytiska, langjähriger Pressesprecher von ÖVP-Bundesparteiobmann und Vizekanzler a.D. Alois Mock (nunmehr hauptberuflich Vorstandsberater von Casinos Austria International) erhält heute, Dienstag, von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer das "Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst". ****

Die Auszeichnung wird Vytiska für seine Arbeiten in Zusammenhang mit der Aufarbeitung der Geschichte des "Eisernen Vorhangs" verliehen. In der ersten Hälfte der 90-er Jahre griff Vytiska eine Idee von Mock auf, der sich nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems in Europa für die Errichtung eines so genannten "Lehrpfades" eingesetzt hatte. Dieser Lehrpfad sollte an jene Zeit erinnern, da mitten durch Europa eine Demarkationslinie verlief, die den Kontinent in zwei Welten teilte und die insbesondere auch Österreich unmittelbar betraf. Zunächst wurde mit der Gründung eines Vereins zur Dokumentation der Zeitgeschichte die entsprechende Ausgangsbasis für weitergehende Aktivitäten geschaffen.

In Weitra, an der einstigen "toten Grenze" im nordwestlichen Waldviertel gelegen, wurde schließlich eine engagierte Stadtverwaltung und mit dem Renaissanceschloss die passende Lokalität für Veranstaltungen und Ausstellungen gefunden. Den Beginn machten Diskussionsreihen mit Zeitzeugen und Videodokumentationen aus der Zeit von 1945 bis 1989. Eine Schau von erstmals öffentlich gezeigten Gemälden aus der Zeit des Nationalsozialismus ebenso wie der Zeit des DDR-Kommunismus illustrierte den Missbrauch der Kunst durch Diktaturen.

Schließlich wurde vor zwei Jahren der "Schauplatz Eiserner Vorhang" errichtet und eröffnet. Veranschaulicht wird anhand von Originalobjekten und Videoclips die Geschichte des Eisernen Vorhangs, der einst über 5000 Kilometer von der Lübecker Bucht bis zum Golf von Triest verlief. Geschildert werden dramatische Schicksale, die sich entlang des Stacheldrahtverhaus und der Berliner Mauer abspielten. Das Projekt Weitra, das in enger Zusammenarbeit mit Institutionen wie dem Haus der Geschichte in Bonn, dem Haus des Terrors in Budapest ebenso wie mit den tschechischen Nachbargemeinden entstand, wird nebst privaten Sponsoren vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, dem Land Niederösterreich und der EU unterstützt.

Ab 2007 soll der "Schauplatz Eiserner Vorhang" durch jährliche Sonderausstellungen sowie Publikumsveranstaltungen eine Ausweitung erfahren und im Rahmen des (nieder)österreichischen Kulturangebots einen zeitgeschichtlichen Schwerpunkt setzen.

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