PRINZ: EUROPA MUSS IN HONGKONG SELBSTBEWUSSTER AUFTRETEN

ÖVP-Abgeordneter bei Infoveranstaltung zu WTO-Verhandlungen in Wien

Wien (ÖVP-PK) - "Die Landwirtschaft darf nicht zum Lastesel für den Reformstau in anderen Bereichen werden", sagte heute, Montag, der ÖVP-Abgeordnete Nikolaus Prinz anlässlich einer Informationsveranstaltung zu den WTO-Verhandlungen in Wien. "Die Landwirtschaft hat mit der Agrarreform ein Tempo bei Einsparungspotentialen vorgelegt, mit dem andere Bereiche eben nicht mitkommen. Die landwirtschaftlichen Familienbetriebe in Österreich und in der EU dürfen dafür nicht bestraft werden." ****

Die europäische Landwirtschaft hat bereits großes für den Welthandel geleistet: Die Preise für Agrarprodukte wurden gesenkt und mit der Agrarreform wurde die Basis dafür gelegt, dass sich auch die Budgetaufwendungen für die Agrarpolitik bis 2013 halbieren werden. Zudem wurde die Aufnahme von zehn agrarlastigen neuen EU-Ländern bewältigt sowie Produktions-, Hygiene- und Tierschutzstandards in der gesamten EU eingesetzt, die weltweit Vorbild sein sollten. "Ein Mehr an Zugeständnisse ist im Sinne einer flächendeckenden, ökologischen und nachhaltigen bäuerlichen Landwirtschaft nicht möglich", fordert Prinz ein selbstbewusstes und gemeinsames Auftreten der EU bei den WTO-Verhandlungen in Hongkong nächste Woche.

"Eine schrankelose Liberalisierung des Agrarhandels würde die österreichische Landwirtschaft nachhaltig schädigen. Wir wollen keine agroindustriellen Strukturen wie in den USA oder in Brasilien. Wir setzen auf die Qualität unserer bäuerlichen Produkte, auf umweltschonende und arbeitsplatzsichernde Produktionsbedingungen und einen fairen Handel mit Agrarprodukten", schloss Prinz.
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