Neues Wintererschließungskonzept für Kärnten

LH Haider lud Touristiker und Fachleute zur Konferenz in die Lan-desregierung

Klagenfurt (LPD) - Das evaluierte und aktualisierte Wintererschließungskonzept Kärnten (WEK) stand heute, Montag, im Mittelpunkt einer Konferenz im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung, zu der Tourismusreferent LH Jörg Haider geladen hatte. Die Ergebnisse bzw. die Empfehlungen einer Studie über das neue WEK, bei ihr wurden 27 Kärntner Schigebiete im Hinblick auf ihre internationale und nationale Wettbewerbsfähigkeit (Benchmarks) bewertet, sehen vor, dass die Kärntner Schigebiete künftig in zehn Tourismusgebiete und 14 Regionalschigebiete eingeteilt werden sollen. Das Entwicklungsziel für diese Gebiete müsse dabei die Stärkung der nationalen und internationalen Wettbewerbsfähigkeit bzw. die Weiterentwicklung der regionalen Win-terinfrastruktur sein.

Laut dem Landeshauptmann verfügt Kärnten gegenüber anderen Bundesländern über eine sehr hohe Dichte an regionalen Schigebieten, die bereits jetzt zielgruppenspezifische Bedürfnisse abdecken. "Kärnten kann seine Wettbewerbsfähigkeit als Winterdestination nur dann nachhaltig steigern, wenn in den Tourismusgebieten ein Aufholprozess zu den Branchenleadern stattfindet", zitierte der Tourismusreferent aus dem neuen Konzept. Um die internationale und nationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten bzw. zu verbessern werde es notwendig sein, in den großen Schigebieten Kärntens andere Entwicklungsprioritäten zu setzen als in den für die Regionalversorgung wichtigen Regional- und Kleinschigebieten. Ein klares Bekenntnis müsse es künftig zum Ganz-jahrestourismus geben. Die Kärntner Tourismusgebiete verfügen über beste Voraussetzungen. Bereits jetzt werden in Kärntens Winterdestinationen 66 Prozent der Nächtigungen im Winter und 33 Prozent im Sommer erzielt, so der Landeshauptmann.

Dass das Land Kärnten in den Ausbau des Wintertourismus in den letzen Jahren erhebliche Investitionen getätigt hat, beweisen auch folgende Zahlen. In den letzten 10 Jahren wurden rund 251 Millionen Euro von Kärntner Seilbahnunternehmen in neue Liftanlagen investiert. 96 Millionen Euro davon stammten aus öffentlichen Mitteln, dass entspricht 40 Prozent der Investitionssumme. Kärnten verfügt zudem über den höchsten Teil Anteil an beschneibaren Pisten.
Das neue Winterschließungskonzept begrüßt auch Gemeindereferent LR Reinhart Rohr. "Die öffentlichen verfügbaren Mittel sind wir-kungsvoll einzusetzen", sagte Rohr. Dort wo die Infrastruktur stimme, werde es auch künftig Erfolge geben. Ein klares Bekenntnis legte Rohr auch für die regionalen Schigebiete ab. Im Regionalbereich müsse die Finanzierungspalette eine Verbreiterung erfahren, so Rohr. Für Raumplanungsreferent LHStv. Martin Strutz ist das neue Wintererschließungskonzept auch in Bezug auf künftige Förderungen wichtig.

Im Rahmen der Konferenz gab es auch drei Kurzreferate. Franz Stockinger von der Zentralanstalt für Meterologie und Geodynamik Kärnten referierte über die Konsequenzen der Klimaentwicklung für den Wintertourismus in Kärnten. Wolfgang Reichelt von der Landesplanung (Abteilung 20) sprach über die Notwendigkeit des aktualisierten Wintererschließungskonzept. Volker Fleischhacker vom Institut für touristische Raumplanung präsentierte eine Analyse zur Situation des Wintertourismus in Kärnten und die daraus ableitbaren Konsequenzen für das Winterschließungskonzept neu. Stellungnahmen zum neuen WEK gab von Reinhard Zechner (Kärntner Tourismusholding), Franz Marginter (Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds) und Wolfgang Löscher (Kärnt-ner Seilbahn- und Liftbetreiber). Die Diskussion unter den Konferenzteilnehmern leitete Landestourismusdirektor Seppi Bucher. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL0003