LH Haider gegen Strompreiserhöhung der Kelag

Erhöhung auch laut Stromregulator nicht berechtigt - Haider argumentiert mit sinkenden Strombeschaffungskosten, Kelag-Gewinnen und Konsumentenschutzrichtlinien

Klagenfurt (LPD) - Klar gegen die vom Kärntner Stromversorger
Kelag geplante Strompreiserhöhung um 3,9 Prozent sprach sich heute, Montag, Wirtschaftsreferent Landeshauptmann Jörg Haider aus. Er habe mit dem Stromregulator gesprochen und auch dieser werte die Erhöhung als nicht berechtigt. Als Argumente führte Haider sinkende Strombeschaffungskosten und Gewinne der Kelag aus dem Stromhandel an. Zudem würde eine Preiserhöhung mit 1. Jänner 2006 gegen Konsumentenschutzrichtlinien verstoßen. Der Landeshauptmann wird nun Kelag-Aufsichtsratsvorsitzenden Günther Pöschl auffordern, eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einzuberufen.

Haider erklärte, dass das Land als Eigentümer nicht in das operative Geschäft der Kelag eingreifen könne. Er zeigte sich aber überzeugt davon, dass der eingeleitete Diskussionsprozess mit dem Management fruchten werde. Die Standortqualität des Wirtschaftslandes Kärnten hänge nämlich von einer maßvollen Strompreispolitik ab, betonte der Landeshauptmann, der hohe Energiepreise auch im Sinne der Haushalte vermeiden will.

Als Argument gegen die Strompreiserhöhung mit 1. Jänner führte Haider auch Konsumentenschutzrichtlinien an. Diese würden besagen, dass Kunden über die Erhöhung per Mitteilung informiert werden müssen und danach sechs Wochen Zeit haben, einen alternativen Anbieter zu wählen. Zudem habe der Stromregulator mit allen Netzbetreibern eine Vereinbarung getroffen, dass die Netztarife in den nächsten vier Jahren abgesenkt werden. Der Kelag, die durch ihre Speicherkraftwerke Gewinne beim Stromhandel mache, legte Haider nahe, diese an den Konsumenten weiterzugeben. Ähnliches passiere bereits in Tirol und Vorarlberg.
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