Eder: Bestandsgarantie für Postämter bei Börsengang nicht möglich

Schließungen von Postämtern bei Börsengang unvermeidlich

Wien (SK) - Eine Bestandsgarantie für Postämter bis 2008 sei lächerlich, sagte SPÖ-Verkehrssprecher Kurt Eder in Reaktion auf einen Bericht in der Tageszeitung "Kurier". "Wenn die Post im kommenden Frühjahr an der Börse verkauft wird, wie es die Regierung will, dann ist es unmöglich, den künftigen Eigentümern vorzuschreiben, wie sie ihre Geschäfte führen sollen", so Eder. Aktionäre wollen und müssen möglichst gewinnorientiert agieren. Ein Verkauf an der Börse würde daher in jedem Fall zu Schließungen von Postämtern führen, die aus Sicht der neuen Eigentümer nicht ihren Vorstellungen von Rentabilität entsprechen, unterstrich Eder. ****

Es sei daher in höchstem Maße unseriös, wenn nun der Bevölkerung von Seiten der ÖIAG Sand in die Augen gestreut wird und Schließungen von Postämtern ausgeschlossen werden. "Derartige Aussagen hat es in der Vergangenheit mehrfach gegeben. Dann wurden insgesamt 1.000 Postämter dicht gemacht. Zudem gibt die Post selbst eine Bestandsgarantie nur bis 2008 ab. Das heißt, spätestens 2008 werden weitere 400 Postämter zugesperrt", sagte Eder.

Die Bevölkerung in vielen kleinen Gemeinden, deren Postämter die vergangenen zwei Schließungswellen überlebt haben, müssen sich daher darauf einstellen, dass ihr Filialen nun vor dem Aus stehen. "Denn ein Verkauf der Post an der Börse ist nur möglich, wenn die künftigen Anteilnehmer auch hohe Gewinnchancen und eine möglichst gute Kursentwicklung erwarten. Da heutzutage Gewinne vor allem auf Kosten des Personals und von Standorten maximiert werden, kann man nicht blauäugig davon ausgehen, dass bei einem Gang an die Börse die Zahl der Postfilialen unverändert bleibt", schloss Eder. (Schluss) ns

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