ÖAMTC: Wer "zugepunscht" ins Auto steigt, riskiert höheres Unfallrisiko, Vormerkung und hohe Geldstrafe

67 Menschen wurden im Vorjahr bei Alko-Unfällen getötet

Wien (OTS) - Mit dem Beginn der Adventzeit öffneten unzählige Punschstände und Weihnachtsmärkte ihre Pforten. "Glühwein, Punsch & Co haben in der vorweihnachtlichen Zeit wieder Hochsaison. "Für Autofahrer sind sie aber tabu", mahnt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa. Orangenpunsch, Beerenpunsch & Turbopunsch - die Liste der heißen Köstlichkeiten an den Punschhütten lässt sich beliebig fortsetzen. Autofahrer sollten allerdings nur zu einer einzigen Sorte greifen: dem alkoholfreien Kinderpunsch. Das tückische an Punsch, Glühwein & Co ist, dass man in der Regel nie genau weiß, welche Alkoholmengen enthalten sind. Durch den hohen Zuckergehalt und den aromatischen Duft unterschätzt man die Wirkung leicht.

Bei 0,5 Promille Alkohol im Blut ist die Unfallgefahr bereits doppelt so hoch

Die Statistik spricht für sich: Allein im Vorjahr gab es auf Österreichs Straßen 2.835 Verkehrsunfälle, die auf Alkoholeinfluss zurückzuführen waren. 67 Menschen wurden dabei getötet, 4.017 verletzt.

Auch wenn man noch unter der 0,5 Promillegrenze liegt, kann sich Alkohol auf die Fahrtüchtigkeit auswirken, Aufmerksamkeits- und Konzentrationseinbußen sind die Folge. "Bei 0,5 Promille Alkohol im Blut ist die Unfallgefahr bereits doppelt so hoch wie im nüchternen Zustand. Bei 0,8 Promille steigt die Gefahr bereits um das Vierfache. Bei 1,2 Promille ist die Wahrscheinlichkeit eines kapitalen Crashs sogar zwölf Mal höher", warnt Donosa. Es kommt zu deutlichen Verlängerungen der Reaktionszeit, Abstand und Geschwindigkeiten werden falsch eingeschätzt, das Blickfeld beginnt sich immer mehr einzuengen. Die Hell-Dunkel-Anpassung der Augen nimmt ab, wodurch es zu einer erhöhten Blendempfindlichkeit durch entgegenkommende Fahrzeuge kommt. Die Risikobereitschaft und vor allem die Selbstüberschätzung nehmen zu.

Die Club-Expertin rät daher unbedingt, beim Besuch eines Weihnachtsmarktes und geselligem Punschtrinken auf das Auto zu verzichten und auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Gerade in der Vorweihnachtszeit werden von der Exekutive vermehrt Alkoholkontrollen durchgeführt, und erwischt werden zahlt sich nicht aus.

Wer mehr als 0,5 Promille Alkohol im Blut hat, riskiert Vormerkung

Wer bei einer Verkehrskontrolle mit mehr als 0,5 Promille Alkohol im Blut angehalten wird, muss mit einer Vormerkung im Führerscheinregister und einer Verwaltungsstrafe zwischen mindestens 218 und maximal 3.633 Euro rechnen. Der Führerschein wird ab 0,8 Promille direkt am Ort der Beanstandung - für die Dauer eines Monats - abgenommen. Noch drastischer sind die Folgen bei einem Unfall. Denn die Haftpflichtversicherung kann bis zu 11.000 Euro auf dem Regressweg vom alkoholisierten Unfall-Verursacher zurückverlangen.

Abschließend warnt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin vor "Wundermittel", die angeblich helfen sollen, rasch Alkohol im Blut abzubauen: "Nach einer ausgiebigen Punschtour hilft kein Trick. Weder Kaffee, Zigaretten noch frische Luft können am Promillespiegel etwas ändern oder die 'Ernüchterung' beschleunigen." Wenn der "Rauschzustand" erreicht ist, hilft nur mehr Zeit. Pro Stunde baut der menschliche Körper rund 0,1 bis 0,15 Promille ab.

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