ARGE AMIS erstattet Strafanzeige gegen deutsches AMIS-Management / Kritik am österreichischen Masseverwalter wegen dubioser Aktenvernichtung

Frankfurt/Kirchentellinsfurt (ots) - Die in der ARGE AMIS
eng kooperierenden Anlegerschutzkanzleien NIEDING + BARTH Rechtsanwaltsaktiengesellschaft und TILP Rechtsanwälte haben im Betrugsfall Amis bei der Staatsanwaltschaft Dortmund eine Strafanzeige nach § 264a StGB wegen Kapitalanlagebetrugs und aller anderen in Betracht kommenden Delikte eingereicht. Die Anzeige richtet sich gegen Herrn Holger Fellmann sowie alle weiteren ehemaligen verantwortlichen Organträger der AMIS Consulting AG bzw. AMIS Financial AG, Holzwickede bei Dortmund. Holger Fellmann trat im November 2004 aus privaten Gründen von seinem Vorstandsmandat nieder.

Rechtsanwalt Klaus Nieding zur Strafanzeige: "Der ARGE AMIS liegen inzwischen umfangreiche interne Informationen auch der ehemaligen deutschen AMIS-Gesellschaften vor, aus denen sich aus unserer Sicht Verdachtsmomente hinsichtlich einer strafrechtlichen Verantwortlichkeit von Herrn Fellmann und seinen ehemaligen Kollegen ergeben. In jedem Fall hätten die damaligen Verantwortlichen die AMIS-Kunden frühzeitig über die Tatsache des Einschreitens der luxemburgischen Aufsichtsbehörden aufklären müssen". Dadurch wären aus Sicht der ARGE AMIS zumindest hunderte von Kapitalanlegern mit -vor allem in der Endphase der Gesellschaft - sehr hohen Zeichnungsbeträgen vor einer Anlage ihrer Gelder bei der AMIS-Gruppe und damit auch vor den jetzt eingetretenen Verlusten bewahrt worden.

Zugleich kritisiert die ARGE AMIS die österreichischen AMIS-Masseverwalter Dr. Hans Rant und Dr. Kurt Freyler. Diese haben am 24. November 2005 die Räumung der deutschen Niederlassung sowie die vollständige Vernichtung sämtlicher der dort befindlichen mehreren tausend AMIS-Akten deutscher Kunden "aus mietvertraglichen Gründen" veranlasst. In den Räumlichkeiten der Niederlassung befanden sich - entgegen den Äußerungen des österreichischen Masseverwalters -jedoch viele Originalunterlagen deutscher AMIS-Kunden. Die ARGE AMIS informierte die Deutsche Bundesbank und die BaFin bereits über diesen Vorfall. Beide Behörden führten bereits in der ersten Novemberwoche eine Prüfung in den deutschen AMIS-Firmenräumlichkeiten durch. Zudem wurde die Dortmunder sowie die Wiener Staatsanwaltschaft über diese Aktion des Masseverwalters ausführlich informiert.

Rechtsanwalt Andreas Tilp: "Wir haben die österreichischen Masseverwalter explizit davon in Kenntnis gesetzt, dass die in den Dortmunder Büroräumlichkeiten vorhandenen Originalakten deutscher AMIS-Kunden gerade für die Rechtsverfolgung unserer deutschen Mandanten von erheblicher Bedeutung sind. Dieser Vorgang ist daher mehr als dubios."

Vom Schadensfall AMIS sind vermutlich rund 16.000 Anleger mit einer Gesamtanlagesumme von schätzungsweise EUR 120-150 Mio. betroffen, darunter rund 10.000 österreichische Anleger und 6.000 deutsche Anleger. Von diesen Geldern sind nach derzeitigen Erkenntnissen mindestens EUR 70 Mio. verschwunden. Die ARGE AMIS vertritt inzwischen mehr als fünfhundert Mandanten aus Deutschland und Österreich in diesem komplexen Fall, in dem es neben österreichischen, deutschen und luxemburgischen Rechtsfragen auch um das übergeordnete europäische Kapitalmarktrecht geht.

Ende der Mitteilung.

HINWEIS:

Die ARGE AMIS und die ARGE PHOENIX - beides fallspezifische Arbeitsgemeinschaften der Kanzleien NIEDING + BARTH Rechtsanwaltsaktiengesellschaft sowie TILP Rechtsanwälte - haben Herrn Stephan Holzinger von der Kommunikationsberatung Results: S. Holzinger! mit der Strategieberatung und Medienarbeit beauftragt und ihn zugleich als Sprecher beider Arbeitsgemeinschaften autorisiert. Stephan Holzinger steht Journalisten per Email unter contact@results-holzinger.de sowie telefonisch unter +49 (0)175 5930897 gerne zur Verfügung.

ÜBER DIE ARGE AMIS:

Die ARGE AMIS ist eine Arbeitsgemeinschaft der beiden auf Anlegerschutz spezialisierten Rechtsanwaltskanzleien NIEDING + BARTH Rechtsanwaltsaktiengesellschaft (www.niedingbarth.de), Frankfurt am Main, und TILP Rechtsanwälte (www.tilp.de), Kirchentellinsfurt (bei Tübingen) und Berlin. Weitere Informationen zur ARGE AMIS können dem Portal www.arge-amis.de/www.arge-amis.at entnommen werden.

NIEDING + BARTH Rechtsanwaltsaktiengesellschaft und TILP Rechtsanwälte zählen aus der Sicht des führenden Branchenmediums JUVE zur Spitzengruppe der drei führenden Kanzleien auf diesem Gebiet (JUVE Handbuch 2005/06). Beide Kanzleien verfügen seit mehr als zehn Jahren über vielfältige Erfahrungen im Bereich des Anlegerschutzes. In der ARGE PHOENIX betreuen beide Kanzleien rund 3.000 Geschädigte im bis dato größten Anlagebetrugsfall der deutschen Nachkriegsgeschichte (www.arge-phoenix.de).

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