Gorbach: Neubewertung der Lissabon-Strategie nötig

EU muss Lösung für Arbeitsmarktprobleme finden

Wien (OTS) - Der geschäftsführende Bundesobmann des BZÖ, Vizekanzler Hubert Gorbach, betonte heute, dass der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit ein Hauptziel der österreichischen EU-Präsidentschaft sein müsse. Hier werde das BZÖ entsprechend Druck machen.****

Wenn die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in der EU schon ein Hauptziel sei, dann müsse das erst recht im eigenen Land gelten. Der beste Garant für neue Arbeitsplätze sei die vom BZÖ im Steuerreformkonzept geforderte Entlastung der mittelständisch strukturierten Wirtschaft. "Wir haben in Österreich ca. 250.000 Klein- und Mittelbetriebe mit durchschnittlich je 6,3 Beschäftigten und 312.000 Arbeitslose. Hypothetisch gesprochen: Wenn jedes kleine und mittlere Unternehmen, etwa durch Senkung der Lohnnebenkosten oder der Lehrlings-Förderung nach Kärnten-Vorbild, auch nur einen neuen Mitarbeiter einstellt, hätten wir annähernd Vollbeschäftigung.

In diesem Zusammenhang müsse eine Neubewertung bzw. Konkretisierung der Lissabon-Strategie, nach der die EU bis 2010 zum größten Wirtschaftsraum der Welt werden soll, stattfinden - und zwar mit mehr Augenmerk auf Beschäftigung. Gorbach: "Die Bürger Europas dürfen nicht nur mit illusionistischen Schlagworten abgespeist werden, sondern brauchen konkrete Lösungen für ihre Probleme in Bezug auf Arbeitslosigkeit und Globalisierung. Die Europäische Union muss zu einem Europa der Menschen werden. Sie muss Lösungen für die drängendsten Probleme der Bürger finden. Gelingt das nicht, wird es kein wachsendes Vertrauen in die EU geben", sagte Gorbach abschließend.(Schluss)

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