Tumpel: Nach neuem Rekord bei Arbeitslosigkeit im Winter 400.000 Arbeit Suchende zu befürchten

AK Präsident verlangt endlich wirksame Wachstumsimpulse für mehr Beschäftigung

Wien (OTS) - 312.250 Menschen im November auf Arbeitssuche: "Das
ist ein neuer Rekordwert", sagt AK Herbert Tumpel, "ich befürchte 400.000 Arbeit Suchende im Winter." Von den 312.180 Arbeit Suchenden waren 257.270 direkt als arbeitslos registriert, 54.980 waren in Schulungen des Arbeitsmarktservice - ohne SchulungsteilnehmerInnen stieg die Arbeitslosigkeit um 4,3 Prozent, mit den SchulungsteinehmerInen stieg die Zahl der Arbeit Suchenden sogar um 15.328 oder 5,2 Prozent. Nach wie vor Besorgnis erregend ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen unter 24 Jahren und bei Frauen. "Jetzt will ich von der Regierung endlich Maßnahmen sehen, die unmittelbar Beschäftigung und Wachstum ankurbeln", verlangt Tumpel, "wo sind die 300 Millionen Euro für Infrastrukturinvestitionen, deren Vorziehen der Verkehrsminister im Mai versprochen hat, wo sind die 20.000 zusätzlichen Arbeitsplätze, die der Bundeskanzler durch seine regionale Wachstumsinitiative angekündigt hat?" Tumpel fordert ein massives Investitionsprogramm in Infrastruktur, Klimaschutz und Forschung und rasch eine spürbare steuerliche Entlastung der mittleren und kleineren Einkommen, damit die Menschen in Österreich wieder mehr ausgeben können.

Die Arbeitslosigkeit betrifft mittlerweile alle Arbeitnehmer-Gruppen und alle Branchen. Besonders dramatisch ist nach wie vor der überdurchschnittliche Anstieg der Arbeitslosigkeit (ohne SchulungsteinehmerInnen) bei den unter 24-Jährigen (plus 7,7 Prozent) und den Frauen (plus 5,1 Prozent). "Einen ersten zaghaften Schritt in die richtige Richtung hat der Wirtschaftsminister mit der Einschränkung der Saisonnier-Bewilligungen für den Wintertourismus gemacht", sagt Tumpel, "nach wie vor säumig ist die Bundesregierung aber bei Maßnahmen, die unmittelbar zu mehr Beschäftigung führen."

Tumpel kritisiert, dass aus dem am 1. Mai versprochenen Vorziehen von 300 Millionen Euro Infrastrukturinvestitionen bis jetzt nichts geworden ist und dass auch die regionale Wachstumsinitiative des Bundeskanzlers bisher nichts gebracht hat. Der AK Präsident verlangt massive Investitionen in Infrastruktur, Klimaschutz und Forschung und die Stärkung der Kaufkraft durch eine Steuerreform, die diesen Namen auch verdient. Ein sol-ches Wirtschaftsprogramm bringt kurzfristig bis zu 30.000 zusätzliche und dauerhafte Arbeitsplätze.

Rückfragen & Kontakt:

Peter Mitterhuber
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2347
peter.mitterhuber@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0003