Neues Volksblatt: "Hitze-Klima" (von Christian Buchar)

Ausgabe vom 29. November 2005

Linz (OTS) - Dass bei der Klimaschutzkonferenz in Montreal bereits eine Nachfolge-Regelung für das 2012 auslaufende Kyoto-Ziel vereinbart werden kann, ist, auch wenn die Opposition anderes suggeriert, unrealistisch. Wer wirklich nachhaltigeren Klimaschutz anstrebt, muss zunächst dafür sorgen, dass Ober-Schmutzfinken wie die USA oder China endlich umzudenken beginnen, ihren Raubbau-Kurs an der Umwelt zumindest mildern und sich ebenfalls einer globalen - nicht allein der eigenen ökonomischen Potenz verantwortlichen - Strategie gegen die Schadstoffe unterwerfen. Es geht um Signale einer globalen Solidarität, die diese beiden Weltmächte bisher sträflich unterlassen haben. Es passt ins Bild, dass gerade Länder wie China oder die USA auch im Inneren Probleme mit grundlegenden Standards, etwa bei den Menschenrechten, haben.
Was von Montreal erwartet werden muss, ist ein möglichst breiter und entschlossener Druck auf mehr Solidarität von Seiten so genannter Weltmächte. Darin liegt nämlich der logische erste Schritt. Erst wenn der gesetzt ist, macht die Festlegung konkreter Ziele einigermaßen Sinn.

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