EUREKA-Jubiläum: Leitl regt Schaffung eines "Innovationsclusters" an

Forschungsinitiative feiert Geburtstag - 20 Jahre erfolgreiche Hochtechnologie-Förderung - Wunsch nach Verbesserung der interdisziplinären Kooperation

Wien (PWK919) - Innovationen sind ein wesentlicher Pfeiler für die wirtschaftliche Zukunft Österreichs und Europas. Die Produktion von Wissen und Know How sowie die Umsetzung dieses Wissens in praktische Dienstleistungen in möglichst kurzer Zeit sind dabei die entscheidenden Faktoren, erklärte der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, Montag Nachmittag zum 20-Jahr Jubiläum der erfolgreichen europäischen Forschungsinitiative EUREKA. Dieses von der Republik Österreich und der Wirtschaftskammer Österreich tatkräftig unterstützte Programm ist eine der wichtigsten Plattformen der internationalen Innovationskooperation. In den vergangenen 20 Jahren konnten rund 1.800 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 24 Milliarden Euro realisiert werden.

"In der ganzen Welt hat ein Wettlauf nach Innovationen eingesetzt. Europas Chance besteht darin, in der Kreativität und in der Wissensumsetzung immer ein paar Schritte vor der globalen Konkurrenz zu sein", führte Präsident Leitl zur Eröffnung einer prominent besetzten Jubiläumstagung im Haus der Wirtschaft aus. Für Österreich regte Leitl die Schaffung einer Art Innovationscluster an: "Wir sollten als Ziel vor Augen haben, einen solchen Cluster zu schaffen. Und zwar nicht erst in fernerer Zukunft, sondern ganz konkret binnen eines Jahres!"

Im Rahmen der Eureka-Initiative arbeiten, wie Leitl hervorhob, drei Bundesministerien (BMaA, BMVIT und BMWA) interdisziplinär zusammen. Angesichts der komplexen Strukturen dieser Zusammenarbeit strebt die Wirtschaftskammer für die Zukunft einfachere und effizientere Strukturen an, deponierte der WKÖ-Präsident in diesem Zusammenhang einen "Geburtstagswunsch".

Ausdrücklich bedankte sich Präsident Leitl bei FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth, bei Prof. Manfred Horwat (FFG, Europäische und Internationale Programme) sowie bei den Vertretern der Ministerien für die anwendungsorientierten Entwicklungen, die wesentlich dazu beigetragen haben, Österreich in den internationalen Statistiken ganz nach vorne zu bringen. Die Förderinitiative ist, so Leitl, sehr gut auf die Bedürfnisse der KMUs abgestimmt.

Die Eureka-Initiative wurde 1985 ins Leben gerufen, um technologisch orientierte Unternehmen zu vernetzen und deren Potential in marktfähige Produkte und Verfahren umzusetzen. Die Initiative zählt heute 34 Mitglieder. Österreich ist seit Beginn aktiv dabei. Derzeit laufen im Rahmen der Initiative rund 600 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 1,8 Milliarden Euro.

EUREKA ist ein wichtiger Teil des Förder-Portfolios der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Es unterscheidet sich von anderen Programmen dadurch, dass Projekte zu allen Themen eingereicht werden können (ohne inhaltliche Vorgaben, "bottom-up-Ansatz"). Zweitens werden Eureka-Projekte national und nicht durch ein zentrales Förderbudget finanziert. Als zwischenstaatliche Plattform geht Eureka über die EU-Mitgliedsländer hinaus und umfasst u.a. Israel, Island, Russland, Schweiz und die Türkei. In Österreich ist die FFG sowohl Trägerin des EUREKA-Büros als auch wichtigste Förderorganisation für heimische Unternehmen, die an EUREKA-Projekten teilnehmen. Die WKÖ engagiert sich seit vielen Jahren mit Geld und Personal bei EUREKA. (hp)

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