Pröll: Österreich ist EU-weit Vorreiter im Kampf gegen die Gentechnik

Einladung an alle Parteien europaweit zu lobbyieren

Wien (OTS) - Österreich ist EU-weit Vorreiter im Kampf gegen den Anbau der Gentechnik. Denn auf zu viele Fragen - etwa den nach wie vor nicht gewährleisteten Schutz der biologischen Landwirtschaft vor Verunreinigung - gibt es keine befriedigenden Antworten. Das Ergebnis der Schweizer Abstimmung zeigt einmal mehr, wie sensibel die Bevölkerungen in Europa in diesem Punkt reagieren. Für die Österreichische Bundesregierung ist das jedenfalls eine klare Bestätigung ihres Kurses, so Landwirtschaftsminister Josef Pröll im Zusammenhang mit der Debatte um den Schweizer Volksentscheid. Es gelte aber auch herauszustreichen, dass im Unterschied zur Schweiz, wo die Regierung auf Gentechnik gesetzt hat und vom Volk eine Absage erhalten hat, die Österreichische Bundesregierung eine klare und unmissverständliche Position gegen den Abbau von GVO in Österreich vertritt: "Es ist uns bisher gelungen, den Anbau in Österreich zu verhindern und wir werden weiter kämpfen, dass es so bleibt," so Pröll.***

Erst im Juni dieses Jahres war es gelungen, einen Vorstoß der EU-Kommission abzuwehren, der darauf hinausgelaufen wäre, eine Öffnung der österreichischen Landwirtschaft für die Gentechnik zu erzwingen. Pröll: Wir haben damals die Abstimmung im Rat knapp gewonnen, aber die Auseinandersetzung geht weiter. Mit der Regierung von Toni Blair in Großbritannien sowie der Regierung von Göran Persson in Schweden an der Spitze gibt es eine wachsende Gruppe von EU-Mitgliedsstaaten, die unsere kritische Haltung nicht unterstützen. Pröll: "Was wir jetzt in Österreich brauchen ist nicht Profilierungswettkampf der Parteien untereinander sondern weiterhin ein gezieltes Lobbying auf allen europäischen Ebenen und insbesondere bei den jeweiligen Schwesterparteien." so Pröll abschließend

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