Studie zeigt erschreckende Defizite: Schlechte Ausbildung

Linz (OTS) - schlechte Chancen im Job =

Je besser die Ausbildung, desto größer die Chance auf
ein hohes Einkommen, hohe Arbeitszufriedenheit und damit eine erfolgreiche Berufskarriere. Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse einer aktuellen Studie des IBE fordert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer eine bessere Ausbildung für junge Menschen.

Die Untersuchung bestätigt, was die Pisa-Studie bereits angedeutet hat: Über 25 Prozent der Abgänger/-innen von österreichischen Pflichtschulen sind nur schwer in der Lage, den Anforderungen des Berufslebens gerecht zu werden. Genau diese Personen haben die schlechtesten Chancen in Arbeit und Beruf. Sie verdienen am wenigsten, sind erfolglos und unzufrieden. Sie arbeiten in Branchen und Berufen mit schlechten Rahmenbedingungen und sind am häufigsten von Arbeitslosigkeit betroffen.

Es sind daher auf allen Ebenen der Aus- und Weiterbildung Verbesserungen nötig: "Die individuelle Förderung muss in den Pflichtschulen beginnen. Gleichzeitig muss mehr Geld für das Nachholen von Berufsabschlüssen in die Hand genommen werden", sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Um die Benachteiligungen von Frauen am Arbeitsmarkt zu bekämpfen, müssen geschlechtsspezifische Ausbildungsstrukturen aufgebrochen und männliche Domänen für Frauen geöffnet werden. Technisch-natur-wissenschaftliche Ausbildungsinhalte müssen auch in Schulen mit hohen Frauenanteilen angeboten werden.

Noch immer wird der Bildungszugang stark von der sozialen Herkunft bestimmt. Dazu kommt, dass in den letzten Jahren "schleichende" Ausbildungskosten stark zunehmen. Um einen chancengleichen Zugang zu höherer Bildung sicherzustellen, fordert Kalliauer daher eine rasche Ausweitung bzw. Erhöhung von Schul- und Studienbeihilfen. "Bildung und damit die Aussicht auf eine erfolgreiche Berufslaufbahn dürfen kein Privileg sein", so der AK-Präsident.

Bei der Lehre muss eine breitere Palette an Ausbildungsinhalten vermittelt werden. Das ist auch im Hinblick auf die Nachhaltigkeit der Erstausbildung und die spätere Weiterbildung sinnvoll. Anstatt mit Lehrstellenförderungen an die Unternehmen den Lehrstellenmarkt zu zerstören, sollen Investitionen in zusätzliche, überbetriebliche Ausbildungsplätze getätigt und die Förderung der Ausbildungsqualität vorangetrieben werden.

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