AKNÖ-Staudinger: Befremdet über WKNÖ-Verbalrundumschlag gegen Verbesserungsvorschläge im dualen Ausbildungssystem

Staudinger fordert Einsetzung einer Arbeitsgruppe

Wien (AKNÖ (OTS) - Befremdet reagiert AKNÖ-Chef Josef Staudinger auf Aussagen der WKNÖ in einem heutigen Medien-Bericht: "Meine Vorschläge zu einer Neuorientierung des dualen Ausbildungssystems als populistisch zu diskreditieren, ohne sich vorher genauer darüber zu informieren, enttäuscht mich doch sehr." Staudinger stellt daher noch einmal klar: "Ich bin der Ansicht, dass das duale Ausbildungssystem unter den herrschenden Bedingungen nicht mehr zielführend ist." Die Zahl der Lehranfänger, aber auch die Anzahl der Lehrlinge, sei nicht nur im Bundesland Niederösterreich seit vielen Jahren rückläufig, sondern in ganz Österreich. Staudinger: "Deshalb müssen wir jetzt sagen: Es hat lange Zeit unter gewissen Umständen funktioniert, jetzt haben sich die Umstände geändert, also müssen wir auch das System ändern und anpassen." An Beispielen von wirtschaftlich führenden Ländern wie Schweden und Finnland zeige sich, dass eine Facharbeiterausbildung auf gymnasialem Niveau nicht nur der Wirtschaft exzellent ausgebildete Fachkräfte biete, sondern auch bei den Auszubildenden selbst zu einer größeren Mobilität am Arbeitsmarkt führe.****

Staudinger hält eine Ausbildung für zielführend, die die Allgemeinbildung erhöht, Schlüsselqualifikationen verstärkt vermittelt und letztlich ohne bildungspolitische Barrieren zu einem universitären Zugang führt: "Wir fordern vom zuständigen Ministerium die Einsetzung einer Arbeitsgruppe unter Einbeziehung der Sozialpartner, die für eine rasche Weiterentwicklung und Umsetzung von Ausbildungsmodellen zur beruflichen Bildung als Alternative bzw. Ergänzung zur klassischen dualen Berufsausbildung sorgen soll."

Kuriositätensammlung

AKNÖ-Vizepräsident Hemm (FCG) habe wohl seinen Platz in der niederösterreichischen Interessenvertretung AK noch nicht gefunden, so Staudinger weiter: "Ich gehe davon aus, dass alle FunktionärInnen die Anträge kennen, wenn sie in der Vollversammlung darüber abstimmen." Dass sich Hemm über den Tisch gezogen fühle, falle daher eher in die Kuriositätensammlung.

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