VP-Kenesei: Chaotische Planungen beim Wiener U-Bahn Bau

Durch dilettantische Vorgehen der Wiener Linien droht Blamage bei der EM 2008

Wien (VP-Klub) - Der U-Bahnausbau in Wien gerät ins Stocken.
Sowohl U1 als auch U2 sind alles andere als "eine g´mahte Wies´n" für die Wiener Linien und die Stadt Wien. "Das dilettantische Vorgehen der Wiener Linien könnte zu einer Blamage bei der EM 2008 werden", sieht LAbg. Günter Kenesei, ÖVP-Mitglied im Kontrollausschuss der Stadt Wien, dringenden Handlungsbedarf bei der Verlängerung der U2.

Seit Jahren liegen die Pläne für den Ausbau der U2 auf dem Tisch. Statt sich rechtzeitig um die Servitutsrechte zu kümmern, sehen sich die Wiener Linien nun mit zwei Hauseigentümern, die eher als ’profitgierige Schädlinge und Parasiten’ zu bezeichnen sind, konfrontiert. Sie haben den Bau zum Stocken gebracht und wollen die Stadt Wien ’melken’. "Jahrelang haben es die Wiener Linien verabsäumt, sich um die Enteignungsverfahren zu kümmern. Nun brennt der Hut und der Bau kann nicht fortgesetzt werden. Die zeitgerechte Fertigstellung der U2 ist damit in Frage gestellt und eine Blamage bei der EM 2008 mehr als wahrscheinlich. Ich appelliere an alle Beteiligten, rasch die notwendigen Maßnahmen einzuleiten, damit der Bau fortgesetzt werden kann. Auch das befasste Bezirksgericht muss Fingerspitzengefühl beweisen, was die Dringlichkeit in dieser Sache betrifft", so die Forderung Keneseis.

U1 - 20 Jahre nichts als leere Versprechungen

Planungschaos und falsche Versprechungen zeichnen auch den Ausbau der U1 nach Rothneusiedl aus. Seit knapp 20 (!) Jahren verspricht die SPÖ in Wien den Ausbau der U1 Richtung Süden. Bis jetzt ist es dabei geblieben und die Bevölkerung wartet noch immer auf die Umsetzung. Kenesei: "Der Bürgermeister soll endlich aufhören, G´schichtln zu erzählen. Der Eiertanz zwischen ihm und dem Planungsstadtrat ist mehr als peinlich. Während Häupl große Pläne für Rothneusiedl hinausposaunt und alles unter Dach und Fach sieht, hört man vom SP-Stadtrat, der gar nicht zu wissen scheint, wo sich das Zielgebiet befindet, genau das Gegenteil."

Grundstücksspekulationen haben auf Grund dessen in Rothneusiedl Hochkonjunktur. Eine Einigung ist noch lange nicht in Sicht, zumal die dort agierende Gesellschaft zu 10 % der Stadt Wien gehört. "Wenn Häupl die notwendigen Grundstückstransfers schon für abgeschlossen hält, so möge er kurz einmal die Augen schließen. Das, was er dann sieht, sind die Grundstücke, die sich schon im Eigentum der Stadt befinden - nämlich kein einziges", so Kenesei, dessen vordringlichste Forderung von den zuständigen Herren ist, endlich einen Plan vorzulegen, ob die Trasse über die Himbergerstraße oder die Mühlstraße führen soll und dahingehend auch mit der ÖBB ins Gespräch zu treten.

"Jetzt ist endlich Schluß damit, die Wienerinnen und Wiener am Schmäh zu halten. Jetzt müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden. Wenn es keine Verlängerung geben wird, soll man sich bitte um Alternativen kümmern, wie Ausbau der Straßenbahn, der Autobusse oder Nutzung der Schnellbahntrasse. Weitere 20 Jahre lassen wir uns die Hinhaltetaktik nicht mehr gefallen", so Kenesei abschließend zu den ewigen Versprechungen der SP-Stadtregierung.

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