ARBÖ: Nach Verkehrschaos erscheint Winterreifenpflicht für Lkw überlegenswert

Stundenlange Autobahnsperre wegen hängen gebliebener Lkw in Kärnten

Wien (OTS) - Nach dem Verkehrschaos am vergangenen Wochenende wiederholt der ARBÖ seinen Vorschlag, die Einführung einer Winterreifenpflicht für Lkw im Verkehrsministerium zu überlegen. "Es ist dringender Handlungsbedarf gegeben. In Kärnten musste die A2 Südautobahn nach Italien gesperrt werden, hauptsächlich wegen hängen gebliebener Lkw", bekräftigt ARBÖ-Generalsekretär Dr.Rudolf Hellar die Überlegungen seiner Organisation.

Wie sich am Samstag in Kärnten gezeigt hat kommen Lkw wegen ihres hohen Eigengewichts schon bei Straßen mit relativ geringer Steigung ohne Winterreifen kaum voran. Schneeketten werden von den Fahrern sehr häufig auch zu spät angelegt. In der Folge werden auch Pkw durch querstehende oder hängen gebliebene Lkw blockiert. Bereits bei Klein-Transportern bis 3,5 Tonnen Eigengewicht wäre es nach Ansicht des ARBÖ sinnvoll, eine Winterreifenpflicht zu überlegen.

Anders als manche private Pkw-Fahrer müssen Lkw-Fahrer ihren Beruf auch an Wintertagen ausüben, können das Fahrzeug nicht einfach stehen lassen oder auf Öffis ausweichen. Dr. Hellar: "Erfahrungsgemäß verzichten zahlreiche Frächter auf Winterreifen und gehen davon aus, dass ihre Lenker bei winterlichen Fahrverhältnissen Ketten über die Sommerreifen anlegen. Bei Einschätzung der winterlichen Fahrverhältnissen kommt es zu Problemen. Hier wird auf Kosten der Verkehrssicherheit gespart." Wie sich in Kärnten zeigte, sind vor allem Lkw mit osteuropäischen Kennzeichen mit ihren Sommerreifen hängen geblieben.

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