Wagenhofer: EU-Zuckermarktordnung bringt schwere Belastungen für Bauern

Minister Pröll muß umdenken

"Was befürchtet wurde, ist jetzt also amtlich: Mit der neuen EU-Zuckermarktordnung kommen wieder schwere Belastungen und finanzielle Einbussen auf uns Bauern zu", erklärte heute der Bundesobmann der Freiheitlichen Bauernschaft Horst Wagenhofer. "Dabei ist anzumerken, daß es sich dabei nicht gerade um eine Ruhmesleistung von Minister Pröll handelt, wenn seine Verhandlungen nicht 39 % Preisverlust, sondern "nur" 36 % ergeben. Für die ca. 45.000 ha Rübenanbaufläche in Österreich wurde ein "Sonderpaket" von € 9 Millionen für Umstrukturierungen herausverhandelt. Was bedeutet, daß eine Unterstützung von € 200,-- pro ha dem einzelnen Bauern zufließt."

Jedem Bauern sei bewußt, daß dieser Betrag bei weitem keine Abfederung darstellen könne, wenn man bedenke, daß bei jeder Art von Umstrukturierung keine Betriebsprämie für die Rübenfläche lukriert werden könne. "Auch wenn der Weltmarktpreis um ein vielfaches niedriger ist als in Österreich, würde es mich wundern, wenn für den Konsumenten der Zucker billiger werden würde", sagte Wagenhofer. "Verdienen dabei wird wieder, wie so oft in der Lebensmittelbranche, die Großindustrie und die sogenannten Lobbyisten. Weder der Zuckerrüben-Produzent, also der Bauer, noch die Konsumenten werden davon profitieren."

"Wie lange müssen sich die heimischen Bauern noch reformieren lassen, wie lange müssen sich unsere Landwirte weiter von der europäischen Politik Produktpreiskürzungen gefallen lassen, wie lange wird das der österreichische Landwirt noch erdulden und finanziell aushalten können?", fragte Wagenhofer. "Dieser Art der "Darüberfahren"-Politik muß ein Ende gesetzt werden. Mein Appell richtet sich an Minister Pröll, endlich mit dieser für jeden einzelnen Bauern erniedrigenden und existenzgefährdenden Politik aufzuhören, umzudenken und unser Land Österreich in den Vordergrund zu stellen. Die österreichische Landwirtschaft erhält unser Kulturerbe. Die Bauern sind die Architekten unserer schönen Landschaft - schauen Sie nicht zu, wie dieser so wichtige Wirtschaftszweig unserer Heimat vor die Hunde geht! Handeln auf nationaler Ebene muß unser Ziel sein!"

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