ÖBB-Aufsichtsrats-Chef legt Management-Gehälter offen

Reithofer: "Bestellung erfolgte entsprechend den Vorgaben des Stellenbesetzungsgesetzes"

Wien (OTS) - Im Hinblick auf die immer wieder aufflammenden zahlreichen Diskussionen über Managementgehälter bei den ÖBB hat das Präsidium des Aufsichtsrates beschlossen, die Bezüge des Managements zur Erhöhung der Transparenz offen zu legen.****

"Die Auswahl und Besetzung der einzelnen Vorstände und Geschäftsführer ist auf Basis einer öffentlichen Ausschreibung erfolgt, so wie es das Stellenbesetzungsgesetz vorsieht", erklärt der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Dr. Wolfgang Reithofer, die Vorgangsweise des Aufsichtsrates bei der Bestellung der Management-Funktionen im ÖBB-Konzern im Jahr 2004. "Zu jedem Ausschreibungsverfahren ist überdies auch ein Personalberater beigezogen worden, der nicht nur die Vorauswahl der Bewerber durchgeführt, sondern auch die potentiellen Kandidaten einem Assessment-Verfahren unterzogen hat", so Reithofer.****

Bezügestruktur

Die Bezüge der Vorstände bzw. Geschäftsführer wurden entsprechend einem diesbe¬züglichen Analysegutachten des Personalberaters nach marktkonformen Gesichts¬punkten unter gleichzeitiger Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen (Stellenbesetzungsgesetz, Schablonenverordnung) festgelegt.

Alle Verträge sehen neben dem Fixbezug auch eine Erfolgsbeteiligung von maximal 50% des Fixbezuges bei voller Zielerreichung vor.

Die Fixbezüge (brutto) betragen: ÖBB-Holding AG gesamt Euro 625.000,--- p.a. Vorstände, Geschäftsführer der Konzerngesellschaften Euro 160.000,-- bis Euro 240.000,-- p.a. Für zwei Vorstandsmitglieder aus der "ÖBB-Alt" liegt der jährliche

Fixbezug zwischen brutto 250.000,- Euro und brutto 300.000,- Euro.

Die dafür zu erreichenden Ziele werden zu Beginn jeden Jahres zwischen dem Aufsichtsrat der jeweiligen Gesellschaft und Vorstand bzw. Geschäftsführer vereinbart. Diese Zielvereinbarungen enthalten quantitative und qualitative Ziele. "Werden die Zielvorga¬ben nicht zu 100% erreicht, ist der tatsächlich ausbezahlte variable Gehaltsanteil entsprechend geringer", so Dr. Reithofer.

Wie für derartige Funktionen marktüblich enthalten die Verträge der Vorstände und Geschäftsführer die Zurverfügungstellung eines Dienstwagens, eines Mobiltelefons für dienstliche Zwecke, Bestimmungen über die Einbeziehung in eine Managementunfallversicherung und eine Pensionskassenregelung. Letzteres allerdings nur dann, wenn der Betreffende nicht ohnedies dem Pensionsrecht für ÖBB-Mitarbeiter unterliegt.

"Alle Bezüge entsprechen den Empfehlungen des Personalberaters, wobei die Fixbezüge am unteren Ende der Bandbreite liegen. Durch die Erfolgsbeteiligung wird ein entsprechender Anreiz zur Entwicklung der ÖBB zu einem wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmen geschaffen", so Dr. Reithofer abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Wolfgang Reithofer
Vorsitzender des Aufsichtsrates der ÖBB-Holding AG
Tel: +43 1 60192 - 111

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