Großer Andrang auf Integrationskurse für AsylwerberInnen

Wiener Projekt zu AsylwerberInnen und Arbeitsmarkt stellte sich vor

Wien (OTS) - Auf reges Interesse stieß die Präsentation des EQUAL-Projekts "First Aid in Integration" heute, am 23.11.2005, in der Zukunfts- und Kulturwerkstätte in Wien. Ziel von "First Aid in Integration" ist es, Standards zur erfolgreichen Integration von AsylwerberInnen in den Arbeitsmarkt zu entwickeln und öffentliches Bewusstsein für ihre Beschäftigungssituation zu schaffen.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde deutlich, dass sich die BeraterInnen und BetreuerInnen im Flüchtlingsbereich der Problematik des erschwerten Arbeitsmarktzugangs für AsylwerberInnen überaus bewusst sind. Nicht nur die Dauer der Asylverfahren, sondern auch die gesetzlichen Bestimmungen in Österreich machen es AsylwerberInnen praktisch unmöglich, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Selbst Schul- und Ausbildungsplätze für jugendliche Flüchtlinge sind oft nicht zu finden. So ist es, wie Projektleiter Reinhold Eckhardt anführte, möglich "dass ein Flüchtling, der mit 15 Jahren nach Österreich kommt, keiner Tätigkeit nachkommen darf, bis er 25 ist." Wie ein 17-jähriger Asylwerber in Wien es formulierte: "If you have holidays all the time, it’s not holidays anymore."

Mit dem Projekt "First Aid in Integration" kann eine Lebensspanne, die oft als unsichere Zeit des Wartens erlebt wird, zu einer Zeit für Qualifizierung und Orientierung werden. Es geht darum, wie Elke Konieczny, stellvertretende Projektleiterin, betonte, "vorhandene Kenntnisse zu nutzen, auf ihnen aufzubauen und vor allem sie gar nicht erst verkümmern zu lassen."

Einig sind sich die ProjektpartnerInnen, dass die österreichischen Regelungen im europäischen Vergleich als rigide zu bezeichnen sind. Der zunehmenden Verschärfung der entsprechenden nationalen Gesetze stehen allerdings die Bestrebungen der EU entgegen, den Zugang von AsylwerberInnen zum Arbeitsmarkt zu erleichtern. Vor diesem Hintergrund äußerte Michael Genner, Obmann des Projektpartners Asyl in Not, die "Hoffnung, dass sich die Einsicht in soziale und ökonomische Notwendigkeiten auch hierzulande durchsetzt".

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