Volkshilfe NÖ: Sacher fordert Pflege-Solidaritätsbeitrag

Wiener Neustadt (OTS) - Der Präsident der Volkshilfe Niederösterreich Ewald Sacher gibt Helmut Mödlhammer, welcher im heutigen Standard-Interview Österreichs Pflegesystem den Kollaps prophezeit, recht: Wir werden in absehbarer Zeit mehr Geld für die Pflege brauchen.

Sacher hält es aber nicht für notwendig, dass eine eigene neue Finanzierungsschiene "Pflegeversicherung" eingeführt wird, da dies automatisch mit neuen Verwaltungskosten und Bürokratie verbunden wäre. "Viel effizienter wäre es, über bestehende Strukturen der Sozialversicherungen mit einer moderaten Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge, die sich im Zehntel-Prozentpunkt-Bereich abspielen könnte, die benötigten Mittel sicherzustellen", erklärt Sacher.

Ganz wichtig ist Sacher dabei, dass die Zweckwidmung der Sozialversicherungen für die Pflege garantiert wird und die Gelder nicht zur Defizitabdeckung der Krankenkassen verwendet werden. Deshalb schlägt er vor, dass das Inkasso der Sozialversicherungen zwar weiterhin über die Krankenkassen erfolgen soll, die Mittel aber dann den Ländern zur Verfügung gestellt werden, da diese für die Finanzierung der Hauskrankenpflege verantwortlich sind. "So kann sichergestellt werden, dass dieser "Pflege-Solidaritätsbeitrag", denen zugute kommt, die ihn wirklich brauchen: nämlich jenen Personen, die sich ein menschenwürdiges Altern nicht leisten könnten."

Rückfragen & Kontakt:

Volkshilfe Niederösterreich / Service Mensch GmbH
Mag. (FH) Beatrix Plochberger
Tel.: 02622 / 82200-6920
Fax: -46920
Mobil: 0676 / 8700 26920
E-Mail: beatrix.plochberger@noe-volkshilfe.at
www.noe-volkshilfe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SMV0001