Dienstleistungsrichtlinie: Wo bleibt der Hausverstand, Herr Karas?

Herkunftslandprinzip führt unweigerlich zu Sozialdumping

Wien (ÖGB) - "Den Hausverstand einsetzen", das hat sich Bundeskanzler Schüssel kürzlich in einem Trend-Interview für die EU-Präsidentschaft als Motto gewählt und sich eindeutig gegen das Herkunftslandprinzip bei der geplanten Dienstleistungsrichtlinie ausgesprochen. Wenn der EU-Abgeordnete Othmar Karas plötzlich meint, mit einigen Ausnahmen vom Geltungsbereich würden die ÖGB-Forderungen erfüllt, so zeugt das weder von sachlicher Informiertheit noch erfüllt er das Motto seines Parteichefs von "Hausverstand einsetzen". Der ÖGB steht zur Dienstleistungsfreiheit, aber ohne Herkunftslandprinzip.(ff)

ÖGB, 23. November 2005 Nr. 662

Rückfragen & Kontakt:

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Franz Fischill
Tel.: (++43-1) 534 44/510 DW
Fax: (++43-1) 533 52 93
Mobil: 0664/814 63 11
http://www.oegb.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0007