Schwarzböck informiert über Gentechnik-Freiheit bei Futtermitteln

Machbarkeit wegen hohen Kosten flächendeckend nicht möglich

Wien (OTS) - "Der Aufbau eines GVO-freien Futtersystems ist mit hohen Kosten verbunden, denn eine Verunreinigung der Futtermittel durch gentechnisch veränderte Organismen (GVO) kann nur in separaten Logistikketten und Anlagen für GVO-freie Produkte ausgeschlossen werden. Zudem fallen Umstellungskosten sowie zusätzliche Verwaltungskosten für Kontrollen an. Wir haben laut der vorliegenden Machbarkeitsstudie der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und Universität für Bodenkultur mit Mehrkosten von bis zu 8% zu rechnen, wobei aber viele Kostenbestandteile derzeit noch gar nicht abschätzbar sind, denn nach wie vor ist die Frage der Haftung im Fall einer GVO-Verunreinigung ungeklärt. Die bäuerliche Interessenvertretung wird verhindern, dass die zusätzlichen Kosten beim bäuerlichen Produzenten als letztem Glied in der Kette hängen bleiben", stellte der Vorsitzende der Landwirtschaftskammer Österreich, Rudolf Schwarzböck, fest.

Die vorliegende Machbarkeitsstudie habe sehr deutlich gezeigt, dass die Produktion von Geflügel-, Schweine- und Rindfleisch, Eiern und Milch unter Verzicht auf den Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen im großen Stil in der Praxis unmöglich ist. Bei der Milch-und Rindfleischerzeugung wäre der GVO-Verzicht bei Futtermitteln zwar machbar, allerdings nur zu beträchtlichen Mehrkosten. Die Problematik, dass Aminosäuren und andere Futtermittelzusatzstoffe weltweit praktisch nicht aus GVO-freier Produktion verfügbar sind, werde offenbar bewusst unter den Tisch gekehrt.

"Abgesehen davon, dass in der Praxis eine garantiert gentechnikfreie Fütterung nicht ohne Mehrkosten umzusetzen ist und weder Handel noch Konsumenten bereit sind, dafür mehr zu zahlen, besteht auch aus wissenschaftlicher Sicht überhaupt keine Notwendigkeit. Weder die Milch von Kühen, die gentechnisch verändertes Futter gefressen haben, noch Fleisch oder Eier weisen veränderte Substanzen auf. Auch durch wiederholt falsche und unbewiesene Behauptungen können eben bestimmte Fakten nicht geändert, aber sehr wohl den bäuerlichen Produzenten geschadet und die österreichischen Konsumenten verunsichert werden", stellte Schwarzböck fest.
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