Uni-Budget: Broukal kritisiert "Gießkannenprinzip"

Zu viele Ziele in Gehrers "Formelbudget" - SPÖ fordert Schwerpunkt auf Lehre

Wien (SK) - "Wer sich zu viele Ziele setzt, erreicht keines" - Das ist für SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal der Kernpunkt seiner Kritik am so genannten "Formelbudget" im Rahmen der Hochschulfinanzierung. Dieses "Formelbudget", das für das Erreichen bestimmter Leistungen den einzelnen Unis zusätzliches Geld gibt, ist für Broukal prinzipiell "eine gute Sache, weil es den Wettbewerb zwischen den Unis anregt", gleichzeitig müsse man sich aber dann auch zu Schwerpunkten bekennen, fordert Broukal. Geht es nach der SPÖ, muss der Schwerpunkt in den nächsten Jahren auf jeden Fall auf der Lehre liegen. ****

"Man kann nicht Punkte für mehr Forschung und gleichzeitig Punkte für mehr Lehre vergeben", so Broukal, der "eindeutige Ziele im Budget" vermisst. Für die SPÖ sei klar: "In den kommenden Jahren muss der Schwerpunkt auf der Lehre liegen. Die meisten Punkte für das Formelbudget soll es für die Verkürzung der Studiendauer, für die Erhöhung der Zahl der Studienabschlüsse und die Förderung von Frauen in der Wissenschaft geben." Alles andere sollte in den nächsten Jahren zurückstehen, "bis diese Punkte erledigt sind". "Das, was Gehrer uns nun als Verordnungsentwurf zur Hochschulfinanzierung vorlegt, ist ein Schuss mit der Schrotflinte. Ein echter Treffer kann damit gar nicht gelingen", so der SPÖ-Wissenschaftssprecher Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. (Schluss) ah

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0018