Morak zum Projekt "KÜBA - Eine transeuropäische Reise" von Kutlug Ataman: "Es ist ein Projekt auf einem Schiff. Und dieses Schiff fährt gegen den Strom"

T-B A21 Thyssen-Bornemisza Art Contemporary bringt "KÜBA" von Kutlug Ataman im Frühjahr 2006 nach Wien

Wien (OTS) - Mit einem Zitat von Elias Canetti führte Staatssekretär Franz Morak bei der heutigen Präsentation das Projekt "KÜBA" von Kutlug Ataman, das von der T-B A21 Thyssen-Bornemisza Art Contemporary im Frühjahr 2006 nach Wien geholt wird, ein: "In Rustschuk hieß die übrige Welt Europa. Und wenn jemand die Donau hinauf nach Wien fuhr, sagte man, er fährt nach Europa".

Morak verwies darauf, dass er seit 2000 sehr konsequent mit den Zentral- und Osteuropäischen Ländern zusammenarbeite und erinnerte an die Ausstellungen wie "Arteast 2000+" in Innsbruck mit Zdenka Badovinac als Kuratorin (2001) oder die Ausstellung in der Neuen Galerie Graz "In Search of Balkania" in Zusammenarbeit mit Eda Cufer, Roger Conover von MIT Press und Peter Weibel (2002) oder die Beteiligung osteuropäischer Institutionen an der ViennAfair 2005.

"In dieser Hinsicht handelt es sich um das entschiedenste Projekt, das bisher vom Staatssekretariat für Kunst und Medien unterstützt wurde: Eine Fahrt auf der Wasserstrasse von Istanbul nach Wien. Es ist der Bericht über eine Reise, das Projekt eines Aufbruchs auf einer der längsten und ältesten Verkehrswege Europas, der Donau, einer elementaren Verbindungsstraße. An dieser Strasse versammeln sich wesentliche Knotenpunkte europäischer und österreichischer Geschichte" so der Staatssekretär.

Atamans Arbeit sei "ein Projekt des Grenzen Auslotens, der Bewusstmachung von Grenzen und gleichzeitig der Grenzüberschreitung. Gerade im Rahmen der Österreichischen Präsidentschaft, im Jahr des Wolfgang Amadeus Mozart und im Jahr von Sigmund Freud halte ich diese Arbeit für einen wichtigen Beitrag in der Auseinandersetzung mit Europa durch Künstler", betonte Morak bei der Projektpräsentation.

"Nehmen Sie dieses Projekt auch als Auftrag und Deutung, die Zukunft nicht nur der Wirtschaft, der politischen Ökonomie und der Politik zu überlassen sondern in komplexen Zusammenhängen in unübersichtlichen Konstellationen Zeichen zu setzen mit den Mitteln der Kunst. Es ist ein Projekt auf einem Schiff. Und dieses Schiff fährt gegen den Strom", so Morak.

Abschließend dankte der Staatssekretär Francesca Habsburg für Ihre energische Initiative und ihr Engagement, Kutlug Ataman und die auf der Reise von Istanbul nach Wien an jeder Station entstandenen Werke der ebenfalls beteiligten Künstler in einer großen Ausstellung in Wien der Öffentlichkeit zu präsentieren.

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