Dolinschek: Erleichterungen bei Familienhospizkarenz passieren den Sozialausschuss

BZÖ und Sozialministerin Haubner haben sich durchgesetzt

Wien (OTS) - "Ich bin stolz, dass wir uns mit den Erleichterungen bei der Familienhospizkarenz durchgesetzt haben. Mit dem heutigen Beschluss im Ausschuss des Nationalrates können Eltern schwerst kranker Kinder diese Karenz künftig neun statt sechs Monate in Anspruch nehmen. Weiters wird die Einkommensgrenze, ab der um finanzielle Hilfe aus dem Härteausgleichsfonds angesucht werden kann, von 500 auf 700 Euro des gewichteten Haushaltsdurchschnittseinkommens angehoben. Zusätzlich soll die Sterbebegleitung künftig auch bei Wahl- und Pflegeeltern möglich sein. Sozialministerin Ursula Haubner hat daher in Verhandlungen eine entscheidende Verbesserung herbeigeführt", so Sozialstaatssekretär Sigisbert Dolinschek. ****

In Kraft treten sollen die Änderungen bei der Sterbebegleitung naher Angehöriger und der Begleitung schwerst kranker Kinder mit 1. Jänner 2006.

"Mit der Einführung der Familienhospizkarenz haben wir unsere österreichische Antwort auf Bestrebungen von nordeuropäischen Staaten nach Sterbehilfe gegeben. Die Familienhospizkarenz ist der österreichische Weg eines Fürsorge- und Sozialstaates. Von Anbeginn war uns klar, dass wir nach einer gewissen Zeit der Evaluierung auch die politischen Lehren aus der Umsetzung der Familienhospizkarenz ziehen werden. Mit dem heutigen Beschluss im Nationalratsausschuss haben wir die nötigen Verbesserungen getroffen. Da bei Kindern bestimmte Therapieformen, insbesondere in der Tumorbehandlung, länger als ein halbes Jahr dauern, bestand der Bedarf nach einer Verlängerung", so Dolinschek abschließend. (Schluß) bxf

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