SPÖ gegen Budgetbeschluss für Lehrerabbau

Frais: "Sinkende Schülerzahlen für Qualitätsverbesserung im Bildungssystem nutzen"

Linz (OTS) - Neben dem schlechten Abschneiden bei der PISA-Studie unterstreichen auch die steigende Jugendarbeitslosigkeit und die weit verbreiteten Sprachdefizite bei jungen Menschen die Notwendigkeit das heimische Bildungssystem zu verbessern. "Die SPÖ hat deshalb heute im Finanzausschuss des Landtags den Abbau von 229 Lehrerdienstposten an allgemein bildenden Pflichtschulen abgelehnt. Die sinkenden Schülerzahlen dürfen nicht primär als Chance zur Verschönerung des Bundesbudgets gesehen werden, sondern bieten die Möglichkeit, das Bildungsniveau bei gleichbleibenden Kosten zu verbessern. Durch persönliche Betreuung und individuelle Unterstützung verbessert sich der schulische Erfolg von SchülerInnen. Hingegen werden durch weniger LehrerInnen die evidenten Mängel im Bildungssystem weiter verstärkt", betont SP-Klubchef Dr. Frais.

"Bildung ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft junger Menschen", stellt Frais fest. Die SPÖ will allen jungen Menschen die Tür zur Bildung weit öffnen und tritt deshalb für die Stärkung des öffentlichen Schulsystems ein. "Lehrerabbau trotz deutlicher Alarmsignale im Bildungssystem ist fahrlässig. Die Herausforderungen im Bildungssystem liegen auf der Hand und können nur mit der erforderlichen Anzahl an motivierten und bestens ausgebildeten LehrerInnen bewältigt werden: verstärkte individuelle Förderung der SchülerInnen zum Ausgleich von Leistungsdefiziten; schulische Integration durch intensive Sprachförderung; gezielte Förderung von individuellen Stärken von SchülerInnen; Vorbereitung auf das Berufsleben und gesellschaftliche Bildung durch praxisnahen Unterricht. Alle diese wichtigen Aufgaben erfordern viel Zeit und somit auch ausreichend LehrerInnen, die diese Aufgaben wahrnehmen. Es ist daher falsch, wenn Lehrerdienstposten abgebaut werden, anstatt dieses Potential zur Verbesserung der Bildungschancen der jungen Menschen in Oberösterreich zu nutzen", so der SP-Klubchef.

Zur Frage der Finanzierung und der Regelung im Finanzausgleich macht Frais klar, dass angesichts augenfälliger Bildungsdefizite -Stichwort PISA, Jugendarbeitslosigkeit, Analphabetismus - rechtzeitig schon im Frühjahr 2005 Nachverhandlungen geführt, beziehungsweise andere finanzielle Lösungen herbeigeführt hätten werden müssen. "Die SPÖ hat mit der Möglichkeit zur Einrichtung einer Lehrerreserve einen Lösungsvorschlag präsentiert, der von ÖVP und Grünen abgelehnt wurde. Einer gegenüber dem Bund devoten Lehrerdienstposten- und damit Bildungskürzung von ÖVP und Grünen konnte und wird die SPÖ nicht zustimmen".

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SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner

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