Arzneimittelrabatte: SPÖ-Sprecher Kräuter versteht die Gesundheitsreform einfach nicht!

Inkompetenz und fehlende Informationen führen zu grotesken Vorwürfen

Wien (OTS) - Zu den, von SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter geäußerten Vorwürfen, Regierungsmitglieder würden der Pharmaindustrie Umsatzzuwächse garantieren, hieß es heute, Mittwoch, aus dem Büro der Gesundheitsministerin Rauch-Kallat: "Kräuter hat leider eines der Hauptziele der Gesundheitsreform nicht verstanden. Er sieht Skandale, wo es keine gibt. Eine Stabilisierung der Steigerungsraten bei den Arzneimittelkosten auf niedrigem Niveau sei im Sinne der österreichischen Versicherten und keineswegs skandalös. Allenfalls für die SPÖ, die eine derartige Trendwende in Zeiten ihrer Regierungsverantwortung nicht zustande gebracht hat."

Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat habe mit klugen Reformen wie der Einführung des eines Heilmittelverzeichnisses (Erstattungskodex) eine Dämpfung der Arzneimittelkosten um 389 Mio Euro für 2004/05 erreicht.

Das zwischen Sozialversicherung, Pharmaindustrie und dem Gesundheitsministerium vereinbarte Ziel, die prognostizierten Kostensteigerungen bei Medikamenten von 7-9 % pro Jahr auf 3-4 % in den Jahren 2004 bis 2006 zu senken, sei planmäßig erreicht worden -ohne damit die Anzahl von Verschreibungen in irgendeiner Weise zu kürzen. Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger verzeichnete für das Jahr 2004 eine Kostensteigerung von 3,5 %. 2005 würden laut Prognosen sogar nur 2,5 % erreicht.

Ein Blick über Österreichs Grenzen zeige die Wirksamkeit dieser Maßnahmen. So seien in Deutschland bei den Medikamentenkosten sehr hohe Zuwachsraten von derzeit rund 19 % zu verzeichnen, während die Versicherten fast doppelt so hohe Beiträge bezahlten als in Österreich. Zudem setzte die ehemals Rot-Grüne-Regierung eine Streichung rezeptfreier Medikamente aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen sowie eine Erhöhung der Patientenzuzahlung durch. "Wenn Reformen des Gesundheitswesens bei der SPÖ ähnlich aussehen sollen, können die österreichischen Versicherten schon einmal anfangen zu sparen", hieß es abschließend.

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