Seeber: Umweltfreundlichere Batterien-Richtlinie

Seeber-Antrag für höhere Sammelquote angenommen!

Brüssel, 23. November 2005 (ÖVP-PD) "Mit der heutigen Abstimmung über einen Richtlinienvorschlag zu Batterien und Akkumulatoren wurde ein realistischer Kompromiss gefunden. Quecksilber und Kadmium sollen künftig als Bestandteile verboten werden, ausgenommen sind Quecksilberbatterien für die medizinische Notversorgung", sagte heute, Mittwoch, der Umweltsprecher der ÖVP-Delegation Dr. Richard Seeber im Europäischen Parlament in Brüssel. ****

Die neue Richtlinie will einen EU-weiten Rahmen für die Sammlung und Wiederverwertung von Batterien schaffen. Dies soll verhindern, dass Batterien auf Mülldeponien oder in Verbrennungsanlagen landen und auch die Zurückgewinnung der in Batterien vorhandenen wertvollen Metalle sicherstellen. Der EU-Batterienmarkt beziffert sich auf ungefähr 800.000 Tonnen Autobatterien, 190.000 Tonnen Industriebatterien und 160.000 Tonnen Gerätebatterien jährlich. Diese Batterien enthalten Schwermetalle, die bei ihrer Entsorgung die Umwelt belasten. Quecksilber, Blei und Kadmium sind die schädlichsten Substanzen.

Vorrangiges Ziel des Richtlinienvorschlages ist die Vermeidung von Schwermetallen in Batterien und Akkumulatoren sowie das Recycling von Altbatterien und Altakkus. Seebers Änderungsantrag zur Erhöhung der Recycling-Sammelquote von Batterien fand große Unterstützung. "Während der Rat eine nationale Sammlungs- und Wiederverwertungsquote von 25 Prozent nach 6 Jahren, sowie 45 Prozent nach 10 Jahren forderte, konnte ich heute meinen Standpunkt von 40 Prozent nach 6 Jahren sowie 60 Prozent nach 10 Jahren im Umweltausschuss klar durchsetzten. Österreich hat bereits ein gut funktionierendes Recyclingsystem. Wir können stolz darauf sein, diese Quoten ohne weiteres erfüllen zu können", so der Umweltsprecher weiter.

"Leider gibt es Mitgliedsstaaten, in denen das Sammeln überhaupt nicht oder nur sehr schlecht funktioniert. Daher müssen wir auch aus Gründen der Wettbewerbsgleichheit auf eine EU-weite ambitionierte Regelung drängen. Wichtig ist, dass ein guter Kompromiss zwischen Endverbraucher und der Wirtschaft gefunden wurde. Außerdem muss heutzutage gewährleistet sein, dass jedes Land nationale Sammlungssysteme für die Gerätebatterien der Endverbraucher kostenlos annimmt", so Seeber abschließend.

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