Bezirksmuseum Simmering: Ein historisches Puzzle

Wien (OTS) - Einst gab es eine jüdische Synagoge in Simmering, der 1899 eingeweihte Tempel in der Braunhubergasse 7 wurde im November 1938 durch Nationalsozialisten zerstört. Am Sonntag, 27. November, erinnert das Bezirksmuseum Simmering ab 10.30 Uhr im Zuge einer Veranstaltung im Festsaal des Amtsgebäudes in Wien 11., Enkplatz 2, an das vormalige jüdische Gotteshaus. Dipl.-Ing. Martin Kukacka hält den informativen Vortrag "Ein historisches Puzzle - Virtuelle Rekonstruktion der Synagoge in der Braunhubergasse im 11. Bezirk". Der Vortragende studierte Architektur an der TU Wien, hat sich eingehend mit dem Tempel in der Braunhubergasse beschäftigt und zeigt dem Publikum nun die Synagoge in Form einer Projektion. Der Eintritt ist frei.

Martin Kukacka schildert die Suche nach Informationen über die alte Synagoge. Besonders geht der Referent auf das planerische Schaffen des jüdischen Architekten Jakob Gartner ein. Auch ein Aquarellgemälde des Malers Franz Zach lieferte Angaben für die beeindruckende "Virtuelle Rekonstruktion". Alte Einreichpläne, drei historische Foto-Aufnahmen und ein "Demolierungsplan" der NS-Schergen dienten als weitere Auskunftsquellen. Schließlich konnte der Architekt die Forschungen zum Abschluss bringen und eine wirklich interessante Projektion erarbeiten. Umrahmt wird der spannende Vortrag durch ein Musik-Programm (Norbert Herzog und Freunde). Im Bereich Braunhubergasse/Hugogasse steht seit November 2003 ein Mahnmal, das Monument hält die Erinnerung an die zerstörte Synagoge wach.

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(Schluss) enz

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