Scheuch zu ORF-Report: Staatsfunk wünscht sich Proporz zurück

Jubelsendung des rot-schwarzen Klüngels

Wien (OTS) - BZÖ-Sprecher DI Uwe Scheuch kritisiert den gestrigen Bericht des ORF-Magazins "Report" scharf. Darin nahm der ORF die deutsche Misere der großkoalitionären Notgemeinschaft zwischen CDU/CSU und SPD zum Anlass, um sich unverhohlen die alte rot-schwarze Proporz- und Stillstandskoalition herbeizusehnen. Darüber hinaus wurde den Fernsehzuschauern praktischerweise gleich mitgeliefert, wen sie sich in dieser neuen Regierung zu wünschen haben.

Scheuch: "Der ORF hat jahrzehntelang gemächlich im Faulbett des rot-schwarzen Politfilzes gelegen. Diese wettbewerbsfreie Subventions-Nestwärme will der Staatsfunk nun offenbar zurückhaben -mit Hilfe solcher Suggestionssendungen". Diese Idee sei wohl dem rot-schwarzen Proporz-Klüngel rund um LH Erwin Pröll, Bürgermeister Michael Häupl und deren Gewährsfrau, Generaldirektorin Monika Lindner, zuzurechnen.
In der Sendung schwadronierten die Ex-Minister Streicher und Lichal in alkoholschwangerer Kaffeehauslaune ungeniert über das Heil der großen Koalition. Dass darüber hinaus auch noch Ex-Bundeskanzler Vranitzky als Studiogast, vom seidenweichen Moderator Jelinek unwidersprochen, lang und breit über die amtierende Regierung herziehen konnte, "schlägt dem Fass den Boden aus", so Scheuch. "Das könnte der Auftakt für eine neuerliche gebührenfinanzierte Auftragsberichterstattung durch die großkoalitionäre Politik an den ORF bedeuten - mit dem ORF und via ORF".

Der BZÖ-Sprecher erinnerte, dass die große Stillstandskoalition gescheitert sei, weil sie die dringlichsten Probleme nicht lösen und wichtige Strukturreformen nicht einmal ansatzweise umsetzen konnte. Diese im Herbst 1999 aus dem Amt gejagte Koalition habe lediglich dafür gesorgt, die eigenen Pfründe zu sichern - bis in die kleinsten Strukturen der Gesellschaft. Berichte wie der im "Report" sollen wohl all dies in Form von romantischen Rückblicken vergessen machen und ein "Gute alte Zeiten - Bild" inthronisieren.

"Mit solchen Berichten wird offensichtlich versucht, den Österreichern Sand in die Augen zu streuen. Mit Objektivität im Journalismus hat das nichts mehr zu tun. Das Bündnis Zukunft Österreich wird sich aber von niemandem daran hindern lassen, die Österreicher auf diese gefährlichen Entwicklungen hinzuweisen. Medienfreiheit und das damit verbundene Objektivitätsgebot sind hohe Güter, die geschützt werden müssen!", schloss Scheuch. (Schluss)

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