Gusenbauer fordert Sofortmaßnahmen gegen Rekordarbeitslosigkeit

Gusenbauer in Schwechat bei Menschen und Unternehmen

Wien (SK) - "Es ist ein Bezirk mit sehr potenten Betrieben und
einem hohen Lohnniveau. Das merkt man auch daran, dass viele Mittel für Altenbetreuung, Kindergärten und Soziales vorhanden sind", so SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer am 85. Tag der Startklar-Tour in Schwechat. Gusenbauer besuchte den Flughafen Wien-Schwechat, die Firma Borealis, ein Seniorenzentrum sowie eine Polizeidienststelle, um sich ein genaues Bild von der aktuellen Lage vor Ort zu verschaffen. "Während sich die Noch-Bundesregierung in Wien im 1. Bezirk verschanzt, wollen wir bei den Menschen sein, ihre Probleme hören. Eine Politik für die Menschen kann nur mit den Menschen gemacht werden", betonte Gusenbauer. ****

Gusenbauer, der am Vormittag mit dem Vorstand der Flughafen Wien AG und vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Flughafen Wiens Gespräche geführt hatte, zeigte sich vom Unternehmen sehr positiv angetan. "Es ist ein großartiger Betrieb und wenn man bedenkt, dass hier 30.000 Menschen direkt oder indirekt beruflich vom Flughafen abhängig sind, dann erkennt man auch, wie wichtig dieses Unternehmen für die gesamte Region ist", sagte Gusenbauer. Die augenblicklichen Umbauarbeiten am Flughafen würden auch zeigen, dass es sich um einen sehr dynamischen Betrieb mit einer sehr positiven Entwicklung handle. "Wichtig war jetzt auch, dass das Mediationsverfahren zum Bau einer weiteren Piste offensichtlich positiv gelöst wurde. Das ist eine Erweiterung, an der in Europa schon ganz andere Städte gescheitert sind", zeigte sich Gusenbauer erfreut. Im Rahmen einer Betriebsversammlung unterstrich Gusenbauer aber auch, dass ein solches Unternehmen nur mit den entsprechenden Mitarbeitern funktionieren könne. In diesem Zusammenhang kritisierte der SPÖ-Vorsitzende auch die Pläne auf europäischer Ebene bei der Bodendienstleistungs- und der Dienstleistungsrichtlinie.

Mit der Firma Borealis besuchte Gusenbauer ein überaus innovatives Unternehmen und führte dort, neben Gesprächen mit den Mitarbeitern auch ein Gespräch mit dem Vorstand, über mögliche Zukunftsszenarien im Bereich Forschung und Entwicklung.

In einer kurzen Rede im Seniorenzentrum Schwechat, ging Gusenbauer auf die aktuellen Probleme des Landes ein. "Wenn wir im Winter eine Rekordarbeitslosigkeit von 400.000 Menschen befürchten müssen, dann ist das das größte Problem, das es geben kann. Besonders erschreckend ist auch noch, wenn davon mehr als 60.000 Jugendliche sind", so der SPÖ-Vorsitzende. Wenn Wirtschaftsforscher nun fordern würden, dass aus den heuer besonders ergiebig sprudelnden Zusatzeinnahmen bei der Mineralölsteuer - es wird erwartet, dass der Finanzminister hier mit einem Plus von 500 Millionen Euro rechnen kann - Sofortmaßnahmen gegen das weitere Steigen der Arbeitslosigkeit ergriffen werden sollten, dann sei dieser Forderung nur zuzustimmen. "Was es bräuchte, wäre aber der politische Wille", so Gusenbauer. In vielen Bereichen der Politik zeige sich aber, dass es um die politische Haltung gehe. "Das ist eine Frage des sozialen Gleichgewichtes. Wir wollen im nächsten Jahr zeigen, dass wir es besser machen können, als die augenblickliche Bundesregierung", so Gusenbauer, der am Abend noch an einem Funktionärstreffen der SPÖ-Bezirksorganisation Schwechat teilnehmen wird (Schluss) js

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