Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer NÖ fordert mehr EU-Gelder für gewerbliche Betriebe - Teil 1

Höchste Zeit, dass Wirtschaft auf Förderschiene für den ländlichen Raum mitfährt!

Wien (OTS) - Das Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) fordert, bei der Entwicklung des ländlichen Raumes kleinere, gewerbliche Betriebe verstärkt in die Förderschiene miteinzubeziehen. Die "New Design University" soll ebenfalls mit EU-Mitteln dotiert werden.

Bisher waren die Entwicklung des ländlichen Raumes und die damit verbundenen Förderungen eine rein agrarische Domäne. Nunmehr ist in Brüssel ein Umdenken erfolgt. Konkret geht das neue EU-Programm "Ländlicher Raum" von einer einheitlichen wirtschaftlichen Betrachtungsweise aus, so dass neben landwirtschaftlichen auch gewerbliche Betriebe mit bis zu neun Mitarbeitern in den Genuss von Fördermitteln kommen können.

Gewandelte Realitäten

Die neue Brüsseler Linie wird von Seiten der Wirtschaftskammer Niederösterreich begrüßt. Dort heißt es, dass es höchst an der Zeit sei, dass die Wirtschaft auf der Förderschiene für den ländlichen Raum mitfahre. Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, wies beim Wirtschaftsparlament der WKNÖ am 22. November 2005 im WIFI St. Pölten auf die gewandelten Realitäten hin. "Neue Absatz- und Vertriebsschienen sowie Kooperationsformen sind notwendig, um im globalisierten Wettbewerb bestehen zu können." Ob bei der Dorferneuerung, der Nahversorgung oder beim Aufbau dezentralisierter Energieformen, überall bedürfe es der Mitwirkung der gewerblichen Wirtschaft. Zudem seien bereits viele Landwirte selbst als gewerbliche Unternehmer tätig und könnten daher direkt von den Förderungen profitieren. Da Niederösterreich jetzt seine EU-kofinanzierten Projekte bis 2013 planen müsse, fordert die WKNÖ die Landesregierung auf, die gewerbliche Wirtschaft künftighin verstärkt bei der Vergabe von EU-Fördermitteln für den ländlichen Raum zu berücksichtigen.

Grundlagenarbeit für Kreativwirtschaft

Unter Bezugnahme auf die neue Planungsperiode wies das blaugelbe Wirtschaftsparlament in einem Antrag darauf hin, dass eine der Hauptvorgaben des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) "die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere der KMU, durch das Nützen universitären Wissens sei". Aus diesem Grund rechnet sich die WKNÖ gute Chancen auf eine entsprechende Dotierung mit EU-Mitteln für ihre "New Design University" aus. Schließlich, so Präsidentin Zwazl, liefere die im WIFI St. Pölten beheimatete modernste Privatuniversität Österreichs "maßgebliche wissenschaftliche Grundlagen für die Arbeit der Kreativwirtschaft".

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