SPÖ-Publikumsratswahl-Kandidaten: Wie unabhängig sind sie?

SPÖ schickt gleich sechs so genannte "unabhängige" Kandidaten ins Rennen

Wien, 22. November 2005 (ÖVP-PD) Die SPÖ stellte heute, Dienstag, ihre sechs so genannten "unabhängigen" Kandidaten für die ORF-Publikumsratswahl im Rahmen einer Pressekonferenz vor. Als SPÖ-Bundesgeschäftsführer Darabos noch vor einer Woche von einer "Verhöhnung der Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Fernsehens" gesprochen hat, meinte er offensichtlich die eigenen sechs Kandidaten, die sich heute, als solche präsentierten. "Für wie blind hält man die Menschen eigentlich, wenn die SPÖ Unabhängigkeit fordert, aber im Hintergrund alle Fäden von der Sozialdemokratischen Partei gezogen werden", so Seniorenbund-Generalsekretär Heinz Becker zu den Nominierten der SPÖ. ****

"Wie unverschämt kann man die Seherinnen und Seher tatsächlich hinters Licht führen", stellte Becker die Frage. Nur so kann er sich die Vorgehensweise erklären, die die SPÖ heute an den Tag gelegt hat. Sie präsentierte nämlich sechs so genannte "unabhängige" Kandidaten, die alles andere sind, als parteifremd:
Alle sechs Kandidaten werden von der SPÖ oder sozialdemokratischen Verbänden bei der Wahl unterstützt. Dem sei noch nicht genug: Sogar auf dem Folder, mit dem Titel "Sechs unabhängige KandidatInnen für einen unabhängigen ORF" finde man im Impressum schwarz auf weiß, wer diese sechs "unabhängigen" Kandidaten unterstützt. "Offensichtlicher kann eine Verhöhnung der Menschen wirklich nicht praktiziert werden", so Becker abschließend.

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