Säuglingssterblichkeit in Vorarlberg gesunken

Neonatologiekonzept mit ersten Erfolgen

Bregenz (VLK) - Das Vorarlberger Konzept einer abgestuften Kinderintensivbehandlung weist erste Erfolge auf: Die Säuglingssterblichkeit ist in den letzten Jahren gesunken und die Qualität der Betreuung von Frühgeborenen wurde deutlich verbessert, berichteten Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Landesstatthalter Hans-Peter Bischof heute, Dienstag, im Pressefoyer.
1999 starben in Vorarlberg von 1.000 Lebendgeborenen 7,1 vor Vollendung des ersten Lebensjahres, 2004 nur noch 3,9. Damit liegt Vorarlberg in der Säuglingssterblichkeit jetzt unter dem bundesweiten Schnitt.

Das Gesamtkonzept zur Kinderintensivbetreuung für Vorarlberg wurde 2002 von den Abteilungsleitern der Landeskrankenhäuser Feldkirch und Bregenz und des städtischen Spitals Dornbirn ausgearbeitet. Es sieht je zehn Betten zur Intensivbehandlung und Intensivüberwachung vor. Derzeit stehen insgesamt 18 Betten zur Verfügung: in Feldkirch sechs Betten zur Behandlung und drei Überwachungsbetten, in Bregenz vier und in Dornbirn fünf Überwachungsbetten. Jährlich werden 350 bis 400 Kinder - davon 70 Prozent Säuglinge - intensivmedizinisch behandelt und über 450 Kinder überwacht, so Primar Burkhard Simma und Primar Peter Schwärzler vom LKH Feldkirch.

Das Schwerpunktkrankenhaus Feldkirch ist Knotenpunkt im Vorarlberger Netz der neonatologischen Intensivbetreuung, es eignet sich am besten für das Vorarlberger Perinatalzentrum, das die bestmögliche Betreuung von Risikoschwangerschaften und -geburten bietet. "Perinatalzentrum heißt, dass kompetente Partner aus den Bereichen Geburtshilfe, Kinderheilkunde und Anästhesie gemeinsam an einem Standort jederzeit für die Vorarlberger Patientinnen da sind. Das ermöglicht die umfassende medizinische Versorgung von Mutter und Neugeborenem unter einem Dach", so Primar Schwärzler.

Ein wichtiger Qualitätsgradmesser ist für LSth. Bischof der internationale Vergleich. Erfreulich daher, dass Vorarlberg in der internationalen Datenbank des Vermont Oxford Network (USA) in vielen Kriterien im besten Viertel liegt.
(gw)

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