Unterrichtsausschuss behandelt Gehrer-Konzept zur Sprachförderung in Volksschulen

Alle Schüler sollen Unterrichtssprache Deutsch verstehen

Wien (OTS) - Der Unterrichtsausschuss beschäftigt sich heute mit der frühen Sprachförderung an den Volksschulen. Diese ist Teil des von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer zusammengestellten Schulpakets II. "Die Beherrschung der Sprache ist eine zentrale Kompetenz in der Schule und im Leben. Alle Schülerinnen und Schüler sollen die Unterrichtssprache verstehen. Je früher dies gefördert wird, desto größer sind die Chancen für die Zukunft der Kinder", erklärte Gehrer. Über die Bedeutung der frühen Sprachförderung herrscht breiter Konsens. 80% der Österreicher halten es für wichtig, dass Kinder so schnell wie möglich die Unterrichtssprache erlernen.

Kinder, die die frühe Sprachförderung im Kindergarten nicht in Anspruch nehmen oder erst im Volksschulalter nach Österreich kommen, erhalten an den Volksschulen eine verstärkte Sprachförderung. Im Schulpaket II hat Ministerin Gehrer vorgesehen, dass Kinder, die die Unterrichtssprache Deutsch nicht beherrschen, bis zu elf Stunden aus dem Regelunterricht genommen werden und in Sprachfördergruppen mit acht bis zwölf Kindern einen intensiven Deutschunterricht bekommen. Durch den Verbleib im Klassenverband in den anderen Stunden bleibt die soziale Integration erhalten.

Derzeit werden vom Bund 2.400 Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer als Stützlehrer für die Integration von Kindern, die die Unterrichtssprache nicht beherrschen zur Verfügung gestellt. Diese sind in den im Finanzausgleich zwischen Ländern und Finanzminister vereinbarten Lehrer-Schüler-Verhältniszahlen berücksichtigt. Durch eine Erhebung wird der tatsächliche Bedarf festgestellt.

ZwT.: Sprachförderung in den Volksschulen ergänzt frühe Sprachförderung in Kindergärten

Viele Länder und Gemeinden bieten Kindern, die die Unterrichtssprache Deutsch nicht verstehen, schon heute eine frühe Sprachförderung im Kindergarten an. Damit kommen sie ihrer Aufgabe, die Kinder zu integrieren und zu fördern, nach. Das Kindergartenwesen fällt in die Kompetenz der Länder und Gemeinden. Mit der Initiative frühe Sprachförderung im Kindergarten unterstützt der Bund die Länder und Gemeinden. "Die frühere Schuleinschreibung, die frühe Diagnose und die frühe Sprachförderung sind weitere wichtige Maßnahmen, um Kinder rasch zu integrieren", stellte Gehrer fest.

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