SJÖ fordert Reichensteuer zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit

Wien (OTS) - Angesichts des neuen Arbeitslosenrekordes mit 400.000 Personen, der in diesem Winter droht, fordert der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ) Ludwig Dvorak, entscheidende Sofortmaßnahmen ein. Zur Finanzierung radikaler Beschäftigungsprogramme müsse auch die Debatte über eine höhere Besteuerung des Reichtums, besonders von Gewinnen und Vermögen, weiter geführt werden.

Die Tatsache, dass ein Drittel der reichsten ÖsterreicherInnen zwei Drittel des Gesamtvermögens besitzen, enthält für Dvorak ein enormes Potential für aktive Arbeitsmarktpolitik. Dvorak kritisiert auch Finanzminister Grasser, der Mehr-Steuereinnahmen lieber hortet, statt sie zur Bekämpfung der Job-Misere einzusetzen. "Wenn Geld für notwendige Maßnahmen am Arbeitsmarkt oder im Sozialbereich fehlt, dann müssen wir durch Umverteilungsmaßnahmen, jene zur Kasse bitten, die das Geld haben", so Dvorak am Dienstag.

Für Dvorak ist aber klar, dass eine sogenannte "Reichensteuer" nur ein Instrument unter mehreren sein kann: "Neben der Umverteilung finanzieller Ressourcen muss auch die vorhandene Arbeit fair aufgeteilt werden. Die SJÖ fordert aus diesem Grund eine kollektive Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich. Die Geschichte der Arbeitszeitvekürzung beweist, dass dadurch immer wieder Beschäftigungsimpulse gesetzt wurden."

Dvorak ortet bei der Bundesregierung Unwillen, aktiv zu werden:
"Schüssel und Co haben kein Interesse daran, die Arbeitslosigkeit zu senken. Sie bedienen seit fünf Jahren die Unternehmen, zuletzt durch die staatliche Finanzierung von Lohnkosten. Gleichzeitig ermöglicht es die hohe Arbeitslosenzahl der Schüssel-Klientel, die Löhne zu drücken. Angesichts von einer drohenden Arbeitslosenzahl von 400.000 Menschen sei aber klar, dass es dringend Zeit für einen Politikwechsel ist. Einen Wechsel dieses Kurses kann es nur ohne Wolfgang Schüssel und ohne ÖVP in der Regierung geben."

Rückfragen & Kontakt:

SJÖ, Wolfdietrich Hansen,
Tel.: 01 523 41 23 oder 0699 19 15 48 04,
http://www.sjoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SJO0001