Khol: Pensionen in Österreich nachhaltig gesichert!

Erschütternde Entwicklung der rot-grünen Regierung in Deutschland - in Österreich erfolgreich verhindert

Graz/Wien (OTS) - Beim Landes-Seniorentreffen des Steirischen Seniorenbundes in Graz führte Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, aus:

"Zur Hauptaufgabe aller Regierungen in Europa gehört heute die Sicherung der Nachhaltigkeit aller Sozialsysteme. Diese sind unter Stress: Längere Lebenserwartung, höhere Kosten, weniger Beitragsleistungen infolge sinkender Geburtenziffern für die Alterssicherung bedeuten, dass jede Regierung ständig die notwendigen Anpassungen machen muss, damit die Pensionen sicher sind, auch für die zukünftigen Generationen. Dafür will der Österreichische Seniorenbund gemeinsam mit den anderen Seniorenorganisationen ständig kämpfen.

Österreich hat seine Hausaufgaben laufend gemacht - die Nachhaltigkeit unserer Alterssicherung ist gewährleistet: Die Pensionssicherungsreform und die Pensionsharmonisierungsreform haben das Pensionssystem abgesichert, die guten Staatsfinanzen erlauben es, die staatlichen Zuschüsse zum Versicherungssystem laufend anzupassen und die Zahlungen zu finanzieren. Die Bilanz der letzten 5 Jahre zeigt eine Steigerung des Pensionsaufwandes um 28 %, das sind 7,2 Milliarden Euro im Jahr.

Auf der anderen Seite hat die rot-grüne Regierung in Deutschland seit drei Jahren die Pensionen überhaupt nicht erhöht. Die Nettoersatzrate beträgt in Österreich 74,3 %, in Deutschland hingegen nur 44,6 % und auch beim BIP ist der Anteil in Österreich mit 14,5 % gegenüber 11,3 % deutlich größer.

Die gemeinsamen Anstrengungen der Seniorenorganisationen und der Bundesregierung sowie vor allem die Kraft der Wirtschaft haben diese deutsche Entwicklung in Österreich verhindert. Wir werden auch in Zukunft weder das Pensionsalter erhöhen noch die Leistungen verringern und auch die Beiträge nicht erhöhen.

Der Seniorenbund-Obmann strich besonders hervor, dass mit der außerordentlichen Erhöhung der Mindestpensionen für Alleinstehende auf 690 Euro für das Jahr 2006 ein Drittel der Armutsgefährdeten in Österreich wegfallen werden, womit 188.000 Pensionisten, davon 154.000 Frauen, aus der Armutsgrenze herausgeholt werden.

In Österreich werden im nächsten Jahr 95 % der Pensionen mit der vollen Inflationsrate von 2,5 % erhöht, höhere erhalten einen Fixbetrag von 46,88 Euro. Zusammen mit der außerordentlichen Erhöhung der Mindestpensionen betragen die Mehraufwendungen 460 Millionen Euro und diese sind im Staatshaushalt sichergestellt.

Der Blick nach Deutschland zeigt die erschütternde Bilanz des Versäumnisses ,die Nachhaltigkeit der Pensionssysteme abzusichern:
Vier weitere Jahre keine Pensionsanpassung, das Pensionsalter wird auf 67 Jahre angehoben und die Beiträge werden erhöht.

In Österreich wird mit der Erhöhung der Mindestpensionen auf 690 Euro, das sind im Jahr 9660 Euro (14 mal 690 Euro) die im Armutsbericht des Sozialministeriums enthaltene Armutsgefährdungsgrenze von 9.425 Euro klar überschritten.

Ich bin froh darüber, dass die Regierung besonders auf die Mindestpensionisten schaut und die armutsgefährdeten Personen in Österreich um ein Drittel verringert hat. Der Österreichische Seniorenbund wird mit den anderen Seniorenorganisationen gemeinsam darüber wachen, dass die Nachhaltigkeit der Alterssicherung weiterhin gewährleistet wird".

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Österreichischer Seniorenbund
Mag. Michael Schleifer
Tel.: (01) 40126/154

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