Blecha: Potenzial der Älteren nutzen, anstatt sie zu diskriminieren

Wien (SK) - Karl Blecha, der Präsident des Pensionistenverband Österreichs, forderte in einer Diskussionsveranstaltung zum Thema "Alt gegen jung, krank gegen gesund - endsolidarisiert sich die Gesellschaft?", dass der Zustand der Entsolidarisierung gegenüber älteren Menschen umgehend überwunden werden müsse. "Wir sind in der österreichischen Gesellschaft nicht bereit, das gewaltige Potenzial der Älteren zu nutzen", unterstrich Blecha. Viele ältere Menschen würden sich in Pensionsformen wie Invaliditätspension flüchten, da ansonsten nur das Abgleiten in die Armut als Alternative bestünde. Man müsse auch hinterfragen wieso viele Unternehmen ihren älteren Arbeitnehmern Invaliditäts- oder Frühpension empfehlen, erklärte Blecha. Blecha sprach sich strikt gegen ein Hinaufsetzen der Regelpension zum jetzigen Zeitpunkt aus, damit würden nur mit Abschlägen die Pensionen gekürzt werden. ****

Die Ausgrenzung arbeitswilliger Älterer gebe es nicht nur wegen der prekären Arbeitsmarktsituation, auch in der ehrenamtlichen Tätigkeit würden ältere Mensch auf Grund von diskriminierenden Altersgrenzen ausgeschlossen werden. Dabei sei es "lebensverlängernd, wenn man eine Rolle in der Gesellschaft spielt", so Blecha. Die Entsolidarisierung sei so weit fortgeschritten, dass sozial Schwache nicht mehr als benachteiligt gelten, sondern als Versager, ärgerte sich der Präsident des Pensionistenverbandes. Es sei "fünf vor zwölf" erklärte Blecha und forderte mehr Solidarität und rasche Solidarisierung für die Gesellschaft. Solidarisch zeigte sich Blecha mit den jungen Menschen: "Jung und Alt sitzen im selben Boot - die Sandwichgeneration macht die Politik", so Blecha abschließend. (Schluss) ar

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