Wiener Einsatzorganisationen üben am Mittwoch in Penzing

Hauptziel der Einsatzübung: Erkenntnisse für die Abstimmung und Koordinierung zwischen Behörden und Blaulichtorganisationen

Wien (OTS) - Ein Terroristenüberfall auf eine internationale Konferenz in der ehemaligen Stadt des Kindes am Rande des Wienerwaldes: das ist aus Wiener Sicht die Ausgangslage einer vom Bundesministerium für Inneres anberaumten Übung mit dem Namen "Vorsorge05" am 23.11.2005. Bei der am kommenden Mittwoch geplanten Einsatzübung werden zahlreiche MitarbeiterInnen sämtlicher in Wien stationierten Einsatzorganisationen und befreundete Organisationen wie die 4 für Wien (Rotes Kreuz, Arbeitersamariterbund, die Malteser und Johanniter) unterwegs sein. Ebenfalls dabei sein wird das Einsatzkommando Cobra, das von einem Helikopter des B.M.I unterstützt wird.

Übung beginnt in Schwechat mit einem Terrorüberfall bereits am frühen Vormittag

An der Schwechater Bundesstraßenkreuzung B9/B10 nimmt man an, dass ein in einem LKW befindliches Terrorkommando gegen eine internationale Delegation gewalttätig wird, wobei es nach einem Schusswechsel mehrere Verletzte geben wird und es zu einem Austritt von chemischen und atomaren Giftstoffen kommt. Geübt werden u.a. die Evakuierung und der Transport der Verletzten und die Kontaminierung von Personen und Gerätschaft. Das erfordert den Einsatz von Rettung, Polizei, Rotem Kreuz, Feuerwehr Bundesheer und Entschärfungsdienst. In Wien werden 20 in Schwechat 50 Verletzte zu versorgen sein. Die Rettungskräfte müssen sowohl in NÖ als auch in Wien den Transport der Verletzten in die Spitäler sicherstellen. Die Wiener Berufsfeuerwehr wird nur in Wien Penzing, am Ort des zweiten Geschehens, dem Konferenzzimmer des ehemaligen Haus des Kindes in der Mühlbergstraße 7-9, im Einsatz stehen.

Am Prüfstand: Die Zeitabläufe von der Patientenerstversorgung bis zur Verständigung von Angehörigen

Nach Angaben des Dezernatsleiters Krisenmanagement des Wiener Magistrats, Werner Hiller, werden die bestehenden Strukturen der Ablauforganisationen anhand des Patientenleitsystems getestet: "Wir erwarten uns zum Beispiel Antworten auf die Fragen, wie gut ist die Kommunikation zwischen Polizei, Feuerwehr und Rettung und auch zu übergeordneten Ebenen und wie kommen bei einem größeren Anfall von Patienten die Einsatzorganisationen mit der Datenfülle zurecht, und Antworten auf die Frage, reicht die Logistik zur raschen Auskunftserteilung über den Aufenthaltsort der Patienten.
Ebenfalls sehr aufschlussreich wird die Übung hinsichtlich der Zusammenarbeit zwischen den Bundesländern Wien und Niederösterreich und der Einsatzorganisationen mit dem Krankenanstaltenverband sein, glaubt Hiller.

Übung soll die Effizienz eines leistungsfähigen Systems unter Beweis stellen

Das staatliche Krisen - und Katastrophenschutzmanagement wurde im Vorjahr neu organisiert und bildet in Krisensituationen für die bundesweite Koordinierung eine wichtige Basis. Laut Oberst Rudolf Gollia, Sprecher des Innenministeriums, soll das bestehende Netzwerk von Kompetenzzentren noch weiter ausgebaut und ein effizientes Informations- und Ressourcenmanagement auch für Länder übergreifende Krisensituationen geschaffen werden. Auf Grundlage der Rettungs-, Feuerwehr- und Katastrophenhilfegesetze hätten die Länder effiziente Systeme des Krisenmanagements auf Ebene der Einsatzorganisationen sowie der Behörden entwickelt. Wie bei den beiden Szenarien die Einsatzführung der Behörden und Blaulichtorganisationen aufeinander abgestimmt waren und inwieweit dabei das Vorgehen untereinander koordiniert war, werden wir nach der "Vorsorge05" nach einer eingehenden Analyse und einer Manöverkritik sehr genau wissen, betonte Gollia gegenüber der Rathauskorrespondenz. (Schluss) hl

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Horst Lassnig
Tel.: 4000/81 043
Handy: 0664/441 37 03
las@m53.magwien.gv.at
OAR Werner Hiller
Dezernatsleiter Zivilschutz,
Krisenmanagement und Sicherheit
MD-KS Magistratsdirektion Krisenmanagement
und Sofortmaßnahmen Geschäftsbereich Recht
Tel. 01 4000 75 231

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0021