Bundesvorsitzender der Naturfreunde Österreich Dr. Karl Frais: Lärmvermeidung soll Thema der EU-Ratspräsidentschaft werden

Frais: "Österreich soll für Gesundheit und Landschaftsschutz eintreten".

Wien (OTS) - "Lärmarme Reifen, geräuscharme Fahrbahnbeläge, niedrigere Dezibel-Grenzen bei den Fahrgeräuschgrenzwerten - die Ideen für Lärmvermeidung im Straßenverkehr liegen auf der Hand. Um sie jedoch auf europäischer Ebene umsetzen zu können, müssen sie auch mit Nachdruck von Seiten der Politik vertreten werden. Die EU-Ratspräsidentschaft Österreichs im ersten Halbjahr 2006 würde die hervorragende Gelegenheit für die Bundesregierung bieten, dieses Thema offensiv anzusprechen und hier Fortschritte zu erzielen. Lärmvermeidung würde einen wichtigen Beitrag zur allgemeinen Gesundheit leisten und wäre auch für den Landschaftsschutz in Österreich - Stichwort Lärmschutzwände - sehr wesentlich", argumentierte Bundesvorsitzender Dr. Karl Frais. Die Fahrgeräuschgrenzwerte sind auf EU-Ebene schon seit 9 Jahren nicht mehr gesenkt worden, obwohl die dafür nötigen technischen Voraussetzungen gegeben wären.

Für Österreich ist das Thema Verkehrslärm aus vielerlei Hinsicht sehr relevant. "Österreich würde nicht nur als Transitland, sondern vor allem als Tourismusland und als Land mit hoher Lebensqualität von einer nachhaltigen Senkung des Verkehrslärms profitieren. Damit wären die lärmgeplagten Anrainer, die Tourismuswirtschaft und das Image Österreichs als lärmarmes Land klare Gewinner von Maßnahmen zur Lärmvermeidung", betont Frais.

Auch von Seiten des Landschaftsschutzes sind Maßnahmen zur Lärmvermeidung im Verkehr von großer Bedeutung, weil dadurch die Notwendigkeit zur Errichtung von Lärmschutzwänden in einigen Gebieten wegfallen würde. "Der Wildwuchs an Lärmschutzwänden wird von vielen Natur- und Landschaftsschützern kritisiert. Es ist daher der sinnvollere Weg den Verkehrslärm nach Möglichkeit zu verringern, statt ganze Straßenzüge kilometerlang mit Sichtschutz zu versehen", stellt der Bundesvorsitzende fest.

Lärmvermeidung auf europäischer Ebene könnte - so Frais - echte Fortschritte bringen: "Allein die Reduzierung um 3 Dezibel entspricht laut Umweltbundesamt vom Lärm her der Halbierung des Verkehrsaufkommens. Sowohl im Bereich Reifen als auch beim Straßenbelag wäre das Potential zum Einsparen dieser 3 Dezibel jedenfalls gegeben".

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