Kalliauer: Pendlerpauschale ist ungerecht

Linz (OTS) - Weil die Pendlerpauschale ein Steuerfreibetrag ist, bleibt sie bei Bezieher/-innen niedriger Einkommen wirkungslos. "Das ist ungerecht", kritisiert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. Er fordert entfernungsabhängige Direktzahlungen an alle Pendler/-innen.

Rund 300.000 oberösterreichische Arbeitnehmer/-innen müssen pendeln. Alleine im individuellen Berufsverkehr nach Linz legen die Pendler/-innen ein Jahrespensum von mindestens 500 Millionen Kilometern zurück. 62 Prozent davon können sich vorstellen, unter bestimmten Voraussetzungen auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Die entstehenden Belastungen werden durch die Pendlerpauschale nicht ausgeglichen. "Für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, insbesondere für fast alle Teilzeitbeschäftigten, bleibt sie als Steuerfreibetrag völlig ohne Wirkung", kritisiert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Diese Ungerechtigkeit wurde durch die Entwicklung der Treibstoffpreise in den letzten Monaten weiter verschärft. Immer häufiger müssen Arbeitnehmer/-innen zehn Prozent und mehr von ihrem Nettoeinkommen für den Weg zwischen Wohnort und Arbeitsplatz aufwenden.

Die AK fordert daher eine Neuregelung der Entschädigung für Be-rufspendler/-innen. Diese soll in Form einer entfernungsabhängigen Direktzahlung erfolgen. "Sie muss jedenfalls auch Benutzerinnen und Benutzern öffentlicher Verkehrsmittel zustehen", fordert der AK-Präsident.

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