Pendl: Regierung hat in Frauenpolitik abgedankt

Wien (SK) - "Armut und Arbeitslosigkeit in Österreich sind weiblich", so der SPÖ-Abgeordnete Otto Pendl am Mittwoch im Nationalrat. Von einer Million Menschen, die hart an der Grenze der Armut leben würden, seien mehr als 50 Prozent Frauen, von 125.000 Menschen, die in Armut leben, seien mehr als 70 Prozent Frauen. "Da lässt sich auch in den Sonntagsreden nichts mehr schön reden", so Pendl.****

Es sei aus allen Fakten klar ersichtlich, dass die Politik der Bundesregierung in den vergangenen Jahren nichts für die Frauen getan habe. Wenn nun die Vertreter dieser Regierung behaupten würden, die Teilzeit sei ein großer Wunsch der Frauen, dann stehe dem die Realität gegenüber, die zeige, dass es oftmals für Frauen einfach keine anderen Jobs mehr gäbe, so Pendl. "Man braucht ja nur einmal zu den Frauen gehen, die mit weniger als 700 Euro monatlich auskommen müssen und dann keine leistbaren Kinderbetreuungseinrichtungen mit vernünftigen Öffnungszeiten finden, um zu sehen, wie zufrieden die Frauen mit dieser Politik sind", führte Pendl aus. Die Politik der Bundesregierung habe die Situation der Menschen und im besonderen der Frauen verschlechtert, die Antwort werde aber bei den kommenden Nationalratswahlen kommen, zeigte sich Pendl zuversichtlich.

Wenn nun in der Verwaltungsreform erneut 16.000 Arbeitsstellen eingespart werden würden, dann können man sicher sein, dass wieder mehr als 50 Prozent der Betroffenen Frauen sein würden, so Pendl, der abschließend festhielt: "Diese Regierung hat in der Frauenpolitik abgedankt." (Schluss) js

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0034