Muttonen: "Gläserne Decke für Frauen in Wissenschaft hat keinen Sprung bekommen"

Wien (SK) - "Die gläserne Decke für Frauen in der Wissenschaft hat unter dieser Regierung alles andere als einen Sprung bekommen", beklagte SPÖ-Kultursprecherin Christine Muttonen am Mittwoch im Nationalrat. Die Realität spreche eine deutliche Sprache: "Der Anteil von Frauen in der Forschungslandschaft beträgt nur 19 Prozent, was der vorletzte Platz in der EU ist." Muttonen machte zudem deutlich, dass in den nächsten Jahren 40 Prozent der Professuren an den Unis vakant würden, "aber leider ist von der zuständigen Ministerin nichts zu hören, was eine Anhebung der niedrigen Frauenquote betrifft". ****

Muttonen thematisierte außerdem die soziale Situation von Frauen in Kunst und Kultur: "Gerade im kulturellen Bereich hat die Regierung kein Interesse an einer aktuellen Untersuchung der sozialen Lage der Künstler, besonders der Frauen." Es gebe auch keine Anstrengungen, die Künstlersozialversicherung, welche "eine Mogelpackung" sei, zu verbessern.

"Im Kunst- und Kulturprogramm des Regierungsprogramms gibt es keine Ansätze, die Frauen aktiv unterstützen", kritisierte die SPÖ-Kultursprecherin. Besonders im Infrastrukturbereich der Kunst werde zur Zeit massiv abgebaut, was besonders Frauen betreffe. Muttonen resümierte, dass der Kunst- und Kulturbereich nach fünf Jahren Schwarz-Blau-Orange mehr Männerdomäne denn je sei. (Schluss) re

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